LUZERN: Wie Luzern für Sonnenenergie sensibilisierte

Robert Küng blickt auf ein erfolgreiches Solarjahr 2014 zurück. Doch der Luzerner Regierungspräsident muss auch Enttäuschungen verkraften.

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Solartagung in Alberswil. Auf dem Bild ist Regierungspräsident Robert Küng (links) mit Cyrill Studer von der Dienststelle Umwelt und Energie. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Solartagung in Alberswil. Auf dem Bild ist Regierungspräsident Robert Küng (links) mit Cyrill Studer von der Dienststelle Umwelt und Energie. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Regierungspräsident Robert Küng stellte sein Präsidialjahr unter das Motto Solarjahr 2014. Die Bevölkerung sollte für die Solartechnologie, aber auch für andere erneuerbare Energien und Energieeffizienz motiviert werden. Nach Abschluss der Aktivitäten zieht Robert Küng ein positives Fazit: «Wir wollten die Bevölkerung und die Wirtschaft für das Thema Solarenergie sensibilisieren. Wie die Rückmeldungen und das Interesse am Solarjahr zeigen, ist uns dies gelungen.»

Lanciert wurde das Themenjahr mit der Einführung des Solarpotentialkatasters, mit dem Hauseigentümer die Eignung ihres Daches für eine Solaranlage in Erfahrung bringen können. Erfreulich sei laut Küng die hohe Klickzahl auf die kantonale Website, vorallem zwischen April und Juni.

Blachenaktion enttäuschend

Eher enttäuscht zeigte sich Küng über die Solarblachenaktion. Hier sollten die Gemeinden mittels eines Plakates verkünden, über wie viele Solaranlagen sie verfügen. Es war als Anstachelung für jene gedacht, die im Verhältnis zur Bevölkerung nicht so viel für erneuerbare Energien tun. «Ich hoffte, dass zwei Drittel aller Luzerner Gemeinden mitmachen. Letztlich war es nur die Hälfte.

Im Rahmen des Solarjahres erzielte ein Studententeam der Hochschule Luzern - Technik & Architektur an einem Wettbewerb mit dem Projekt «Solar Decathlon» den fünften Schlussrang. Mit der Austragung des 24. Solarpreises, dem aee-Kongress und der Solarthermie-Tagung fanden drei national beachtete Anlässe in Luzern statt.

Kritik erntete die Luzerner Handhabe, dass man Investitionskosten in erneuerbare Energien bei der Steuererklärung nicht geltend machen könne. Luzern ist in der Schweiz der einzige Kanton, der hierzu über keine besondere Regelung verfügt. Das steht einem Kanton, der sich 2014 als Solarkanton präsentieren will, nicht gut an. «Es ist zwar etwas schizophren, wenn man für ein Solarprojekt mit kantonalen Beiträgen gefördert wird und dann dafür auch noch Steuern abziehen will», sagte Küng, fügte jedoch an: «Im interkantonalen Vergleich sehen wir hier nicht gut aus, das ist ein Tolggen im Reinheft.»

Hinweis: Infos zur Sonnenenergie auf www.solar.lu.ch. Infos zum Solarkataster auf www.geo.lu.ch/map/solarpotential

rem/ss

Der Solarkataster des Kantons Luzern zeigt, welche Gebäude sich am besten eignen für eine Solaranlage. (Bild: Pius Amrein / GIS Kanton Luzern)

Der Solarkataster des Kantons Luzern zeigt, welche Gebäude sich am besten eignen für eine Solaranlage. (Bild: Pius Amrein / GIS Kanton Luzern)

Im Rahmen des Solarjahres wurde auch ein Studententeam der Hochschule Luzern - Technik & Architektur unterstützt, das am internationalen Wettbewerb «Solar Decathlon» in Versailles (F) teilnahm. Mit ihrem energieeffizienten Haus belegten sie den fünften Schlussrang. (Bild: Dominik Wunderli)

Im Rahmen des Solarjahres wurde auch ein Studententeam der Hochschule Luzern - Technik & Architektur unterstützt, das am internationalen Wettbewerb «Solar Decathlon» in Versailles (F) teilnahm. Mit ihrem energieeffizienten Haus belegten sie den fünften Schlussrang. (Bild: Dominik Wunderli)