LUZERN: Wildes Treiben in den Luzerner Altstadtgassen

Die Fasnacht ist los. Und die Fasnächtler auch. In den Luzerner Gassen herrscht seit Stunden Rhythmus und Spektakel an allen Ecken und Enden. Es ist eisig kalt – aber die Sonne scheint.

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Nichts als Staunen. (Bild Gusti Gretener/Zisch)

Nichts als Staunen. (Bild Gusti Gretener/Zisch)

Das lange Warten hat ein Ende. Die rüüdigen Tage mit all ihren Klängen und Farben hat von der Luzerner Altdstadt Besitz ergriffen. Seit Stunden herrschen etwas andere Regeln – wenn es über­haupt welche gibt.

Ein Rudel Affen fällt am Rathausquai über alles her, was sich nicht hinter Masken versteckt. Ein kleiner Junge weiss trotz Pistole und Cowboyhut nicht so recht, ob er vor dem Gorilla nun Angst haben soll oder nicht.

Unter der Egg dröhnen die Bässe zweier Outdoor-Discos. Ein alter Herr zieht alle in den Bann – keiner tanzt so vergessen mit sich und der Welt. Es hat etwas Surreales. Doch dann zieht der Duft von Kaffee Schnaps um die Ecke und schon hat einen die Welt wieder warm im Griff.

Auf der Rathaustreppe herrscht ein Auf und Ab. Ein paar Grende stehen still – halten inne, schauen und werden gesehen. Ein paar Mexikaner kommen des Weges und verschwinden auch schon wieder im heftigen Treiben auf dem Kornmarkt – und über allem thront der Guuggerbaum.

Gusti Gretener / Zisch