Luzern will Energieeffizienz fördern

Der Kanton Luzern setzt auf sparsame und effiziente Energienutzung. Deshalb wird das aus dem Jahr 1989 stammende Energiegesetz total revidiert.

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Der Kanton Luzern will Wärmeverbünde stärken fördern. Im Bild Holzschnitzel, die für Heizungen aufbereitet werden. (Bild: Archiv Pius Amrein / Neue LZ)

Der Kanton Luzern will Wärmeverbünde stärken fördern. Im Bild Holzschnitzel, die für Heizungen aufbereitet werden. (Bild: Archiv Pius Amrein / Neue LZ)

Der Kanton Luzern hat am Montag die Vernehmlassung eröffnet, wie die Staatskanzlei in einer Mitteilung schreibt. Der Kanton wolle auch unabhängig von den Vorgaben des Bundes seinen Beitrag in der Energie- und Klimapolitik leisten, wird Regierungsrat Robert Küng einer Medienmitteilung vom Montag zitiert. Er sieht Optimierungspotenzial auf kantonaler Ebene um eine sparsame, effiziente und nachhaltige Energienutzung zu gewährleisten.

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass der Kanton Luzern anstelle von langfristigen Verbrauchs- und CO2-Zielen eine rollenden Energieplanung einführt. Dabei legt der Regierungsrat mittelfristige Ziele verbindlich fest. Alle fünf Jahre soll beurteilt werden, ob die Ziele erreicht wurden. Zudem hat jede Gemeinde eine Energieplanung durchzuführen.

Energieausweis für Häuser

Fördern will die Luzerner Regierung Fernheizwerke und Nahwärmeverbünde sowie gemeinsame Heiz- und Kühlanlagen. Neu soll auch für alle Gebäude mit Ausnahme von Einfamilienhäusern innert zehn Jahren nach Inkrafttreten des Gesetzes ein Energieausweis vorhanden sein. Weiter will der Regierungsrat die Neuinstallation ortsfester, elektrischer Widerstandsheizungen sowie Heizungen im Freien nicht mehr zulassen.

Die Vernehmlassung dauert bis am 18. Januar 2013. Eine Projektgruppe wird dem Regierungsrat im Frühling 2013 einen Bericht mit entsprechenden Verordnungsentwurf unterbreiten. Voraussichtlich erhält das Parlament den Gesetzesentwurf Mitte 2013.

rem/sda