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Luzern will mit neuem Licht-Festival gegen das Januarloch ankämpfen

Der Januar gehört traditionell zu den schwächsten Touristen-Monaten in der Stadt Luzern. Für 2019 will Luzern Tourismus Abhilfe schaffen – und ruft das Lichtfestival «Lilu» ins Leben.
Stefan Dähler

Heute wird Luzern oft «Leuchtenstadt» genannt. Diese Bezeichnung erhält nun eine grössere Berechtigung. Denn vom 10. bis 20. Januar wird erstmals das Lichtfestival Luzern «Lilu» durchgeführt. Auch in den kommenden Jahren soll es stattfinden und Schritt für Schritt wachsen. Hinter dem Festival steht ein Verein, den Luzern Tourismus und Luzern Hotels gemeinsam gegründet haben. Dank dem Anlass gebe es «nun auch im Januar einen weiteren Grund für einen Besuch in der winterlichen Leuchtenstadt», heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung. «Die Idee ist schon länger in den Köpfen herumgegeistert, auch weil Licht gut zu Luzern passt», sagt Sibylle Gerardi, Sprecherin von Luzern Tourismus. «Zudem ist es generell unser Ziel, im Winterhalbjahr zusätzliche Attraktionen und Angebote zu schaffen.»

Die Gruppe Projektil, die am Luzerner Lichtfest dabei sein wird, hat bereits für das Weihnachtsfestival des Landesmuseums Zürich die Lichtprojektion «Illuminarium» gestaltet. (KEYSTONE/Ennio Leanza, 15. November 2018)
Besucher verfolgen die Lichtprojektionen anlässlich des Weihnachtsfestivals im Landesmuseum in Zürich. (KEYSTONE/Ennio Leanza, 15. November 2018)
Auf die Wände werden mittels verschiedenfarbigen Lichtstrahlen Bilder projiziert. (KEYSTONE/Ennio Leanza, 15. November 2018)
Auch die Lichtinstallation «Tamina Lumina» in Bad Ragaz stammt von der Gruppe Projektil. In einem Rundgang wird dort das Wirken von Paracelsus thematisiert. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller, 22. November 2018)
Im Jahr 2016 bespielte Projektil anlässlich von «Rendez-vous Bundeshaus» in Bern das Bundeshaus. (Bild: PD)
Bei der Eröffnung des Theater Casino in Zug waren die Installationen von Projektil ebenfalls zu bestaunen. (Bild: PD)
Auch beim Projekt «Zauberwald» auf der Lenzerheide mischt die Projektgruppe mit. (Bild: PD)
Die Gruppe Projektil lässt den Wald auf Lenzerheide mit den Lichtinstallationen in neuem Licht erscheinen. (Bild: PD)
Beim Projekt «The 5» dinieren die Gäste unter Bildern von fremden Ländern, die an eine Kuppel projiziert werden. (Bild: PD)
9 Bilder

Lichterspektakel erhellen die Schweiz

Im Dezember läuft es besser

Besonders der Januar ist in der Stadt Luzern aus touristischer Sicht ein schwacher Monat, wie ein Blick auf die Logiernächte-Statistik zeigt (siehe Tabelle). Für die Tagestouristen bestehen keine genauen Zahlen, aber hier dürfte es ähnlich aussehen. «Generell sind Städte zwischen Frühling und Herbst besser besucht», sagt Gerardi. Um die Auslastung im Winter zu erhöhen, hat Luzern Tourismus daher bereits vor acht Jahren das Eisfeld «Live on Ice» vor dem KKL ins Leben gerufen und zuletzt die Bestrebungen erhöht, Luzern als Weihnachtsstadt zu positionieren. «In den letzten fünf Jahren sind die Logiernächte im Dezember um 18 Prozent gestiegen», sagt Gerardi. Im Januar dagegen war der Eventkalender bisher noch praktisch leer, während im Februar die Fasnacht stattfindet.

Was gibt es am Lichter-Festival zu sehen? Rund um das Seebecken und in der Altstadt werden von 18 bis 22 Uhr bekannte Gebäude und Anlagen wie das Bourbaki Panorama, der Gletschergarten oder der Pavillon speziell beleuchtet. Damit sich die Gäste aufwärmen können, gibt es auch Lichtinstallationen in Innenräumen. Ein Höhepunkt wird die Lichtshow des Zürcher Kollektivs Projektil in der Hofkirche sein. Dieses hat im laufenden Jahr bereits grosse Anlässe begleitet, etwa «Light Ragaz» in der Taminaschlucht bei Bad Ragaz oder «Illuminarium» im Innenhof des Landesmuseums Zürich und im Museum der Kulturen Basel.

Inspiriert von der Schöpfungsgeschichte

In der Luzerner Hofkirche wird eine neue Show namens Genesis zu sehen sein, die extra für das Festival produziert wird. Wie diese genau daherkommt, verrät Philippe Trawnika, Geschäftsführer von Projektil, noch nicht. «Wir werden aber keine comicähnlichen Charaktere entwickeln wie bei Illuminarium.» Wie der Name Genesis sagt, werde man sich von der Schöpfungsgeschichte inspirieren lassen. «Es geht aber definitiv nicht um Adam und Eva, wir werden mit abstrakten Bildern arbeiten, die etwa für Chaos oder Ordnung stehen.» Gezeigt wird ein rund 30-minütiger Film mit Animationen, der jeweils wiederholt wird. «Es wird keine Geschichte im klassischen Sinne erzählt, es handelt sich um eine Stimmungs-Animation, die von Musik untermalt wird und die Gebäudestruktur stark miteinbezieht», sagt Trawnika.

Weitere Informationen zu Gebäuden oder Künstlern, die Teil des Festivals sein werden, will Luzern Tourismus später bekannt geben. «Es laufen noch Abklärungen, wir werden dann laufend mehr Details kommunizieren», sagt Gerardi. Das Budget für das Lichtfestival beträgt rund 500 000 Franken. Übrigens: Wem bei «Lilu» der Lichterstreit zwischen der Stadt Luzern und dem Hotel Schweizerhof einfällt – beim Festival handelt es sich nur um temporäre Beleuchtungen. Solche sind gemäss der Verordnung über die Nutzung des öffentlichen Grundes möglich.

Hinweis: Festival «Lilu», 10. bis 20. Januar. Weitere Infos gibt es auf der Seite www.lichtfestivalluzern.ch

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