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LUZERN: Willkommen im Leben der Heidi Happy

«Golden Heart» heisst Heidi Happys neustes Album, offenen Herzens muss sie die neuen Songs geschrieben haben: Das Werk ist sehr persönlich geworden und erzählt ein Stück Lebensgeschichte der Musikerin.
Annina Hasler, sda
Das neue Album der Luzerner Sängerin heisst «Golden Heart». (Bild: PD)

Das neue Album der Luzerner Sängerin heisst «Golden Heart». (Bild: PD)

«Tu m'as cassée / tu m'as meurtrie / sans un regret tu as chassé mes jeunes feuilles avant l'été», singt Heidi Happy in «Maintenant». Von einem gebrochenen Herz, vom Herbst einer Liebe ist die Rede. Und ja, Heidi Happy singt französisch - erstmals, und das auf ihrem fünften Album, das am (heutigen) 7. März erschienen ist.

Ursprung dieses Sprachwechsels war ein geplantes Duett mit Stephan Eicher, mit dem die Luzernerin 2013 auf Tournee war. Das Duett kam nicht zustande, die Sprachspielerei blieb. Neben dem melancholischen Schlusssong «Maintenant» findet sich auch der Elektro-Pop-Song «La danse» auf dem Album.

«Golden Heart» klingt, als hätte Heidi Happy alias Priska Zemp viel erlebt in der vergangenen Zeit. Die Songs erzählen von Trennungsschmerz, von psychischer Gewalt, aber auch von einer neuen Liebe - die Happy gefunden hat, wie sie im Interview mit der Nachrichtenagentur sda unumwunden zugibt.

«Längst nicht alle neuen Stücke handeln von aktuellen Erlebnissen», erzählt Happy. Im Gegensatz zum vorherigen Album «On The Hills» hat sie die neuen Lieder alle alleine geschrieben. So kommt es, dass alte, musikalisch unverarbeitete Geschichten auf «Golden Heart» auftauchen.

Zurück zum Glück, sie habe zum ersten Mal überhaupt mit «In Your Heart» ein Liebeslied «ohne Wenn und Aber» geschrieben, erzählt die immerhin schon 33-jährige Musikerin mit einem Lachen.

Elektronischer als der Vorgänger

Wie schon die Vorgängerplatte erscheint «Golden Heart» bei Happys eigenem Label Silent Mode. Musikalisch beschreitet die Sängerin neue Wege, sie hat eine - bis auf Pianist Ephrem Lüchinger - neue Band um sich geschart, als «frischen Wind» bezeichnet sie selber die Veränderungen.

Während sich das Album zu Beginn gar nicht so anders anhört als etwa «On The Hills», werden die Songs im Verlaufe elektronischer, manchmal - für Happy untypisch - fast düster.

«Die elektronische Schiene reizte mich schon vor diesem Album», sagt sie. Doch ihre ehemalige Band konnte sie nur schwerlich für elektronische Klänge begeistern. So sei die Neuorientierung unausweichlich geworden.

Wie die Frontfrau selber sind die Mitmusiker allesamt Multi-Instrumentalisten. Baptiste Germser etwa, Bassist bei Stephan Eicher, spielt auch das Horn, Domi Huber beherrscht neben seinem Schlagzeug unter anderem die Mandoline. Und singen können alle drei. Das kommt Happys Vorliebe für Chor-Parts gerade recht.

Im Chor singen Happy und die drei Männer nicht nur in musikalischer Hinsicht: Während sie in der alten Band fast diktatorisch tonangebend gewesen sei («so, dass kaum mehr Platz war für die guten Ideen der anderen»), möchte Happy sich und ihre Mitmusiker fortan als Band verstanden haben.

Das dunkle USA-Kapitel

«Golden Heart» ist bereits das fünfte Album der Luzernerin, die schon in Kanada oder Japan ihre Musik gespielt hat. Ja, tatsächlich flögen die Songs ihr manchmal einfach zu, erzählt Happy. Dem aufregenden Leben als gefragte Musikerin sei Dank: Die Wut über ein wiederholtes Einreiseverbot der USA hat den neuen Song «Welcome back» hervorgebracht.

Trotz schwermütigen Tönen und ebensolchen Texten - Heidi wäre nicht die Happy, wenn sie nicht auch flockig-leichten Songs wie dem Instrumentalstück «The Whistle Song» oder groovigen und witzigen Tanzstücken wie «Ding Ding» oder «La danse» einen Platz einräumen würde. «Golden Heart» ist eine bunte Mischung von Stilen und Stimmungen - wie das Leben eben.

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