LUZERN: Wirtschaftsanwalt: «Casino-Entscheid ist gesetz- und statutenkonform»

Der chinesische Investor Yunfeng Gao ist beim Casino nicht willkommen. Juristisch kann er gegen den Entscheid des Casino-Verwaltungsrats nicht vorgehen, sagt ein Wirtschaftsanwalt.

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Im gehört bereits das Hotel Palace: Investor Yungfeng Gao. Nun wollte er auch finanziell beim Casino einsteigen. Das Vorhaben ist allerdings gescheitert. (Bild: Eveline Beerkircher)

Im gehört bereits das Hotel Palace: Investor Yungfeng Gao. Nun wollte er auch finanziell beim Casino einsteigen. Das Vorhaben ist allerdings gescheitert. (Bild: Eveline Beerkircher)

Der chinesische Investor Yunfeng Gao darf das Aktienpaket von 5 Prozent nicht ins Aktienbuch eintragen lassen. Das hat der Casino-Verwaltungsrat am Dienstag entschieden. Casino-Präsident Guido Egli begründet den Entscheid mit dem Verweis auf die Statuten. Gemäss diesen kann der Verwaltungsrat einen neuen Aktionär ohne Nennung von Gründen ablehnen, sofern er diesem ein Angebot macht, das Aktienpaket zu übernehmen. «Wir werden ein Angebot machen», bestätigte Guido Egli gegenüber unserer Zeitung.

Die Gegenseite will den Entscheid juristisch prüfen lassen. Der Luzerner Wirtschaftsanwalt Reto Ineichen sieht aber keine Chance für eine Anfechtung. «Beschlüsse des Verwaltungsrates sind grundsätzlich nicht anfechtbar», sagt er. Ausnahmen seien Entscheide, die in schwerwiegender Weise gegen zwingende und grundlegende Normen des Aktienrechts verstossen. «Dann kann ein Verwaltungsratsentscheid nichtig sein», erklärt er. Dies liege beim Entscheid des Casino-Verwaltungsrats aber kaum vor.  «Das ist ein Gesetz- und Statutenkonformer Entscheid», sagt Ineichen.


rom