LUZERN: Wirtschaftsuni soll Finanzierung offenlegen

Die SP nimmt einen neuen Anlauf, um bei der Finanzierung der Wirtschaftsfakultät Transparenz zu schaffen. Sie kündigt für die nächste Session einen dringlichen Vorstoss an.

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Die SP befürchtet, dass die neue Wirtschaftsfakultät auf Kosten anderer Bereiche realisiert wird. Sie fordert mehr Transparenz. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die SP befürchtet, dass die neue Wirtschaftsfakultät auf Kosten anderer Bereiche realisiert wird. Sie fordert mehr Transparenz. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Noch immer kämpft die SP des Kantons Luzern für die Offenlegung bei der Finanzierung der neuen Wirtschaftsfakultät in Luzern. Wie die Partei in einer Medienmitteilung schreibt, bereitet sie einen dringlichen Vorstoss für die nächste Session im September vor. Damit will die SP erreichen, dass die Universität offenlegen muss, wie viel Eigenkapital zum Aufbau der Wirtschaftsfakultät eingesetzt wird. Zudem müssten auch die Drittmittel offengelegt werden.

Die SP hatte im 2014 bereits das Referendum gegen die Schaffung einer Wirtschaftsfakultät ergriffen. Am 30. November sagte das Luzerner Stimmvolk dann mit 55,1 Prozent Ja zur Wirtschaftsuni. Und damit auch zum neuen Universitätsgesetz. Nach diesem müssen Unterstützungsbeiträge erst ab 500'000 Franken offengelegt werden.

«Es ist nicht nachvollziehbar, warum bei der Ankündigung des definitiven Starts der Wirtschaftsfakultät deren Finanzierung verheimlicht wird», teilt die SP mit. Dass der Universitätsrat eine Vorfinanzierung über das Eigenkapital veranlasst hat, bereite der Partei Sorgen. Sie befürchtet, dass die Wirtschaftsfakultät auf Kosten anderer Fakultäten und Bereichen aufgebaut wird.

pd/spo