LUZERN: Wohnungsbrand an der Tribschenstrasse fordert einen Verletzten

Am Dienstagnachmittag ist an der Tribschenstrasse 40 in einer Wohnung Feuer ausgebrochen. Ein Bewohner wurde dabei verletzt. Die Brandursache ist noch unklar.

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Dachstockbrand an der Tribschenstrasse in Luzern. (Bild: Leserbild)

Dachstockbrand an der Tribschenstrasse in Luzern. (Bild: Leserbild)

Schon von weitem kündigt sich der Wohnungsbrand an der Tribschenstrasse 40 an: Beissender Geruch liegt in der Luft und gelber, dichter Rauch steigt vom Dachstock in den Himmel. Etliche Schaulustige drängen sich an der Strassenabsperrung, nicht wenige von ihnen halten ihre Handys aufs Geschehen.

Kurz nach 14 Uhr wurde die Feuerwehr der Stadt Luzern laut Kommandant Theo Honermann über einen «massiven Wohnungsbrand» alarmiert. Binnen weniger Minuten war sie mit einem Grossaufgebot von 150 Feuerwehrleuten vor Ort. Dazu kamen vier Rettungseinheiten und 11 Polizisten. «Das Feuer ist in der Wohnung unter dem Dachstock ausgebrochen und ist auf den Dachstock und die darunterliegende Wohnung übergesprungen», sagt Honermann.

Fünfzehn Bewohner mussten evakuiert werden

Beim Brand wurde ein Bewohner der Wohnung verletzt. Der 75-Jährige wurde mit Brandverletzungen ins Spital eingeliefert und konnte noch nicht befragt werden. Zur Schwere der Verletzung konnte Honermann noch keine Auskunft geben. Noch unbekannt sind ebenso die Brandursache sowie die Schadenshöhe. 15 weitere Bewohner der Hausnummern 38, 40 und 42 mussten zwischenzeitlich evakuiert und betreut werden. Nach wenigen Stunden konnten sie wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Unbewohnbar sind die vom Feuer komplett zerstörte sowie die darunterliegende, ebenfalls beschädigte Wohnung.

Über zwanzig Feuerwehrleute standen zeitweise in Vollmontur auf der Tribschenstrasse vor dem Reihenhaus, während zwei Kollegen von der Autodrehleiter aus einen Löschstrahl aufs Dach richteten. Damit sahen Aussenstehende aber nur einen Bruchteil der Arbeit, welche die Feuerwehrleute leisteten. «Die eigentliche Löscharbeit fand über die Treppenaufgänge im Hausinnern statt», erklärt Feuerwehr-Kommandant Honermann. Die Kollegen auf den zwei Leitern – eine zweite war auf der anderen Hausseite im Einsatz – versuchten derweil mit langen Stangen das teils bereits eingefallene Dach weiter zu öffnen, damit die Hitze entweichen konnte. Zusätzlich wurde von unten durch die Treppenaufgänge Luft zugeführt. «Das steigert die Sicht beträchtlich», so Honermann. Mit diesem «Innenangriff» hatte die Feuerwehr den Brand bald im Griff. Bis das Feuer definitiv gelöscht war, dauerte es aber länger. «Auch, weil in Böden und Wänden Glutnester schwelten», sagt Honermann.

Raphael Zemp

raphael.zemp@luzernerzeitung.ch

15 Personen mussten evakuiert werden. (Bild: Luzerner Polizei (Luzern, 24. Oktober 2017))

15 Personen mussten evakuiert werden. (Bild: Luzerner Polizei (Luzern, 24. Oktober 2017))

Die Feuerwehr setzt eine Drehleiter ein. (Bild: Luzerner Polizei (Luzern, 24. Oktober 2017))

Die Feuerwehr setzt eine Drehleiter ein. (Bild: Luzerner Polizei (Luzern, 24. Oktober 2017))

Die Brandursache ist noch unbekannt. (Bild: Luzerner Polizei (Luzern, 24. Oktober 2017))

Die Brandursache ist noch unbekannt. (Bild: Luzerner Polizei (Luzern, 24. Oktober 2017))

Beim Brand wurde eine Person verletzt. (Bild: Leserin Sanela Ramic)

Beim Brand wurde eine Person verletzt. (Bild: Leserin Sanela Ramic)

Blick von der anderen Seeseite auf den Brandort. (Bild: Leserbild Denis Kläfiger)

Blick von der anderen Seeseite auf den Brandort. (Bild: Leserbild Denis Kläfiger)