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LUZERN: Wohnungsnot spitzt sich zu – Luzerner trotzdem zufrieden

Entwickelt sich der Kanton so, wie es die Politik will? Aktuelle Daten geben Aufschluss – wenn auch teils widersprüchlicher Art.
Alexander von Däniken
Trotz reger Bautätigkeit bleibt der Anteil an kostengünstigem Wohnraum im Kanton Luzern konstant. Bild: Blick aus einer Wohnung auf die Himmelrich-Baustelle der Allgemeinen Baugenossenschaft Luzern. (Bild: Keystone/Christof Schuerpf)

Trotz reger Bautätigkeit bleibt der Anteil an kostengünstigem Wohnraum im Kanton Luzern konstant. Bild: Blick aus einer Wohnung auf die Himmelrich-Baustelle der Allgemeinen Baugenossenschaft Luzern. (Bild: Keystone/Christof Schuerpf)

Ob auf nationaler, kantonaler oder kommunaler Ebene: Die Politik will, dass sich alle Einwohnerinnen und Einwohner eine Wohnung leisten können. Doch das wird im Kanton Luzern immer schwieriger. So hat sich hier der Mietpreis pro Quadratmeter zwischen 2000 und 2014 von 12 auf 16 Franken erhöht. Gleichzeitig hat sich der Anteil an preisgünstigem Wohnraum seit 2010 kaum verändert. Und die Leerwohnungsziffer ist seit Jahren unter einem Prozent. Das geht aus einer aktuellen Standortbestimmung zu den verschiedenen Aspekten der Lebensqualität hervor, die Lustat Statistik gestern publiziert hat. Anhand von harten Fakten und Erhebungen über das subjektive Empfinden der Bevölkerung lässt sich auch vergleichen, ob sich der Kanton Luzern in verschiedenen Bereichen dahin entwickelt, wo es die Politik will.

Wohnen: Einfluss begrenzt

Für die Bewertung der sogenannten sozialen Indikatoren ist das Gesundheits- und Sozialdepartement des Kantons verantwortlich. Edith Lang, Leiterin der Dienststelle Soziales und Gesellschaft, erklärt auf Anfrage: «Gerade beim Thema Wohnen hat der Kanton wenig Einfluss. Vorderhand liegt es an den Gemeinden und den Wohnbaugenossenschaften, auch für Menschen mit kleineren finanziellen Möglichkeiten Wohnraum zur Verfügung zu stellen.»

Immerhin: Bis jetzt drückt der angespannte Wohnungsmarkt noch nicht auf die Stimmung der Bevölkerung. 88 Prozent gaben letztes Jahr an, mit der Wohnsituation zufrieden zu sein – 1 Prozent mehr als 2011.

Bildung: Weniger Schulabbrecher

Es gibt aber auch Bereiche, in denen der Kanton mehr Einfluss hat. Zum Beispiel in der Bildung und in der Beschäftigung. Aber auch hier zeigt sich ein geteiltes Bild. Auf der einen Seite ist der Anteil der frühzeitigen Schulabgänger zwischen 2010 und 2014 von 8 auf 5 Prozent zurückgegangen, was dem nationalen Zielwert entspricht. Auf der anderen Seite verharrt die Erwerbstätigenquote der 55- bis 62-Jährigen bei rund 80 Prozent. Die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust hat sich zwischen 2009 und 2015 nicht verändert: 7 Prozent der Befragten geben an, sich vor dem Jobverlust zu fürchten. Allerdings hätte der Anteil sinken müssen: 2009 war die Finanzkrise auf dem Höhepunkt. Gemäss Edith Lang werden die Ergebnisse zukünftig regelmässig im Sozial- und Gesundheitsdepartement diskutiert. So können die Erkenntnisse in die Jahresplanung oder in die nächste Legislaturplanung einfliessen. «Es handelt sich um ein langfristig angelegtes Planungsinstrument. Die Daten werden periodisch aktualisiert.»

Alexander von Däniken

Die aktualisierten Sozialindikatoren finden Sie auf www.luzernerzeitung.ch/bonus

Annamarie Zieri putzt die Galerie in der Turnhalle. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Annamarie Zieri putzt die Galerie in der Turnhalle. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

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