LUZERN: ZHB: Das sind die Argumente der Gegner

Sanierung oder Neubau: Am 28. September stimmen die Stadtluzerner über die Zukunft der Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) ab. Am Donnerstag haben die Gegner ihre Argumente vorgestellt.

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Eingang zur Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB). (Bild: Pius Amrein (Luzern, 11.09.14))

Eingang zur Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB). (Bild: Pius Amrein (Luzern, 11.09.14))

Am 28. September stimmt die Stadtbevölkerung über die im September 2013 eingereichte Volksinitiative der Grünen ab. Mit dieser soll der Abriss der Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) verhindert werden. Das Kantonsparlament hatte 2012 entschieden, die ZHB abzureissen und an ihrer Stelle einen Neubau mit integriertem Kantonsgericht zu erstellen.

«Luzern weiterentwickeln. Nein zum ZHB-Denkverbot!» Das ist der zentrale Slogan des vor ein paar Tagen gegründeten überparteilichen Komitees. Für die Gegner der ZHB-Sanierung ist klar: Ein Neubau bietet eine mehrfache Chance. Einerseits zur Lancierung eines städtebaulich raffinierten Wurfs. Andererseits für die Erstellung einer modernen, zeitgemässen Bibliothek, die auch die Möglichkeit zur Digitalisierung der Bücher mit einschliesst.

Das Komitee lässt die «grünen» Argumente der Initianten nicht gelten. «Das idyllische Vögeligärtli wird mit dem Neubau nicht zerstört», heisst es in einer Mitteilung. Das Gegenteil sei der Fall: Der Park werde in der jetzigen Dimension erhalten bleiben. Für den Architekten Walter Imbach würde ein Neubau die architektonische Qualität des Standorts aufwerten. Er ist der Meinung, dass die Qualität des aktuellen Gebäudes unverhältnismässig heraufstilisiert werde.

Komitee gegen die ZHB-Initiative: Marcel Lingg (SVP), Damian Hunkeler (FDP), Andrea Gmür (CVP) und Walter Imbach (von links). (Bild: apimedia)

Komitee gegen die ZHB-Initiative: Marcel Lingg (SVP), Damian Hunkeler (FDP), Andrea Gmür (CVP) und Walter Imbach (von links). (Bild: apimedia)

Bei einer Annahme der Initiative passiert gemäss Komitee «erst einmal gar nichts». Der Regierungsrat müsse eine neue Botschaft ausarbeiten und das Kantonsparlament nochmals darüber befinden. Bei einem Nein müsse der Stadtrat nochmals über die Bücher und der Architektenverband seinen «unsäglichen Boykottaufruf» zur Einreichung von Wettbewerbsprojekten aufgeben.

Präsidiert wird das Komitee von Kantonsrätin und CVP-Stadt-Präsidentin Andrea Gmür-Schönenberger, SVP-Grossstadtrat und -Fraktionschef Marcel Lingg und dem Stadtluzerner FDP-Kantonsrat Damian
Hunkeler. Mitglieder sind unter anderen auch zahlreiche prominente Wirtschaftsvertreter, wie zum Beispiel Mark Bachmann, Verwaltungsratspräsident der Luzerner Kantonalbank oder Hotelier Mike Hauser.

pd/rem

Mehr zum Thema<br /> am 12. September in der Neuen LZ.