LUZERN: ZHB: Stadt führt keine Beschwerde

Der Stadtrat von Luzern will gegen die Sistierung des Verfahrens zur Unterschutzstellung der Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) keine Beschwerde führen. Er stellt sich aber weiterhin gegen einen Neubau.

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Der Innenhof der Zentral- und Hochschulbibliothek in Luzern. (Bild: Maria Schmid/Neue LZ)

Der Innenhof der Zentral- und Hochschulbibliothek in Luzern. (Bild: Maria Schmid/Neue LZ)

Im Dezember 2012 hat die kantonale Dienststelle Hochschulbildung und Kultur die Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern (ZHB) in das Kantonale Denkmalverzeichnis eingetragen und unter Schutz gestellt. Gegen diesen Entscheid läuft ein Beschwerdeverfahren beim Bildungs- und Kulturdepartement, das im Februar 2013 sistiert wurde.

Stadt am Verfahren nicht beteiligt

Wie der Stadtrat am Freitag mitteilt, wird er gegen den Sistierungsentscheid keine Beschwerde führen, da es sich um einen Verfahrensentscheid und nicht um einen Entscheid in der Sache handle. Die Stadt sei an diesem Verfahren nicht beteiligt. Es sei fraglich, ob sie überhaupt zur Beschwerdeführung legitimiert wäre, da durch die Sistierung die Interessen der Stadt Luzern nicht unmittelbar betroffen seien.

Neubau Nein, Sanierung Ja

In der Sache sei die Haltung des Stadtrates jedoch unverändert klar: Eine weitere Verdichtung in grösserem Ausmass sei nicht denkbar. Das für den Neubau vorgesehene Volumen sei weder städtebaulich noch architektonisch verträglich und mit den baurechtlichen Bestimmungen nicht vereinbar. Der Stadtrat lehnt deshalb ein neues Gebäude für ZHB und Kantonsgericht am heutigen Standort ab. Hingegen befürworte er die Sanierung und die Unterschutzstellung der ZHB.

pd/bep