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LUZERN: Zonenplan ist bereits veraltet

Die neue Bau- und Zonenordnung dürfe man nicht schon wieder ändern, sagte der Stadtrat und liess eine Initiative für ungültig erklären. Jetzt plant er selber eine Zonenplanrevision.
Dominik Weingartner
Die Stadt will die Bau- und Zonenordnung ändern, damit unter anderem beim Urnerhof viergeschossige Häuser gebaut werden können. (Bild Corinne Glanzmann)

Die Stadt will die Bau- und Zonenordnung ändern, damit unter anderem beim Urnerhof viergeschossige Häuser gebaut werden können. (Bild Corinne Glanzmann)

Dominik Weingartner

Die Bau- und Zonenordnung (BZO) der Stadt Luzern soll wieder revidiert werden – und zwar an zwei Punkten: beim Urnerhof und beim Schlüsselareal Steghof. Die Teilrevision soll bis 2017/18 durchgeführt werden, wie Stadtbaumeisterin Friederike Pfromm gestern an einer Pressekonferenz bekannt gab. Das Vorhaben überrascht, denn die aktuelle BZO wurde erst im Juni 2013 vom Volk angenommen und trat ein Jahr später in Kraft.

Beim Urnerhof sind laut BZO dreigeschossige Wohngebäude vorgesehen. Doch der steile Hang sorge dafür, dass im oberen Bereich an der Friedental­strasse selbst mit einem zusätzlichen Geschoss, wie es der Gestaltungsplan erlaubt, nur noch zweigeschossige Bauten möglich wären. Die Gebäudehöhe werde nämlich vom tiefsten Punkt des Terrains aus gemessen, wie Pfromm erklärt. «Deshalb will die Stadt die BZO dahingehend anpassen, dass beim Urnerhof sechsgeschossige Bauten möglich sind, was dazu führt, dass die stark befahrene Friedentalstrasse von viergeschossigen Gebäuden begleitet wird», so Pfromm. Vier Geschosse seien wünschenswert, weil dieser «Gebäuderiegel» die Siedlung vor Strassenlärm schützen würde.

Neue Situation beim Steghof

Beim Steghof habe sich durch den Wegzug der Feuerwehr vom Kleinmatt­areal auf das Gelände der EWL eine neue Situation ergeben, sagt Friederike Pfromm. «Es ist sinnvoll, dass das Kleinmattareal zusammen mit dem benachbarten Bireggareal entwickelt wird.» Die Bebauungsfläche soll darum in der BZO erweitert werden. Namentlich geht es um den Vorplatz des ehemaligen Biregg-Hallenbads, der als öffentlicher Platz klassiert ist und nicht überbaut werden darf, und die Kleinmattstrasse, die neu ebenfalls überbaut werden soll. «Heute führt die Baulinie in der BZO entlang der bestehenden Gebäude», so Pfromm.

Die Teilrevision führt zu einer Verzögerung der Entwicklung auf dem Areal. Das freut die Betreiber der Zwischennutzung Neubad im alten Hallenbad. Diese können nun statt wie bisher vorgesehen bis 2017 bis 2020 bleiben, wie das Onlinemagazin «Zentralplus» schreibt.

Pikant ist die geplante Revision der BZO aber aus einem anderen Grund: Anfang dieses Jahres hat der Stadtrat die Stadtbildinitiative für ungültig erklärt, welche fordert, dass in der Innenstadt keine Hochhäuser gebaut werden dürfen. Diese Hochhäuser sind in der aktuellen BZO vorgesehen, namentlich beim Pilatusplatz, beim Steghof und beim Bundesplatz. Der Stadtrat hat die Ungültigkeit der Initiative unter anderem mit der Beständigkeit der BZO begründet. Zonenpläne sollen als langfristiges Planungsinstrument über eine längere Zeit gültig sein und nicht gleich nach Inkrafttreten wieder geändert werden, argumentierte die Stadtregierung damals. Widerspricht das nicht den nun angekündigten Revisionsplänen? «Die Stadtbildinitiative bezieht sich auf die vom Volk angenommene Änderung der BZO. Die nun geplante Revision begründet sich aus der Materie», sagt Friederike Pfromm. Es seien neue Erkenntnisse gewonnen worden, die aus Sicht der Stadt eine Teilrevision rechtfertigen würden. «Es geht dabei nicht um eine andere Einschätzung der gleichen Situation, sondern um eine Anpassung an neue Erkenntnisse», so Pfromm.

Pilatusplatz: Hochhaus 2022 gebaut?

Eine weitere Neuigkeit verkündete Baudirektorin Manuela Jost (GLP) gestern. Das geplante 35-Meter-Hochhaus am Pilatusplatz soll bis 2022 realisiert werden. Das jedenfalls sei realistisch, wenn der Grosse Stadtrat, wie von der Stadtregierung beantragt, das von der Baukommission sistierte Geschäft an seiner Sitzung vom nächsten Donnerstag wieder aufnimmt.

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