LUZERN: Zu wenig Hallenbäder für Schwimmunterricht

Geht es nach dem Lehrplan 21, sollen alle Schulen Schwimmunterricht an­bieten. Für viele Luzerner Landgemeinden ist das illusorisch.

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Mindestens 100 Meter schwimmen können: Dieses Ziel steht im neuen Lehrplan. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Mindestens 100 Meter schwimmen können: Dieses Ziel steht im neuen Lehrplan. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Ab 2017 soll der Schwimmunterricht in allen Luzerner Gemeinden obligatorisch sein. Dies sieht die Regierung in ihren Ausführungen zum Lehrplan 21 vor, der derzeit in der Vernehmlassung ist. Heute ist es jeder Schule freigestellt, wie stark der Schwimmunterricht im Fach Sport zum Tragen kommt.

Die Vorgabe wäre für Luzerner Gemeinden eine grosse Herausforderung. «Mit unseren 530 Primarschülern können wir uns nirgends einmieten – es sind keine so grossen Kapazitäten in den Hallenbädern mehr frei», sagt etwa Werner Ottiger, Rektor der Schulen Hochdorf. Andere Gemeinden haben das Schulschwimmen auch aus finanziellen Gründen abgeschafft.

Müssten die Gemeinden nun extra neue Hallenbäder bauen, um die geplanten Vorgaben erfüllen zu können? Charles Vincent, Leiter der kantonalen Dienststelle Volksschulbildung, beschwichtigt: «Ich gehe auf jeden Fall davon aus, dass keine Gemeinde wegen der Schwimmlektionen ein Schwimmbad bauen muss.» Allerdings könne es sein, dass die Schwimmstunden zu Randzeiten und in anderen Gemeinden stattfinden müssen.

Die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) findet Gefallen an den Plänen Luzerns. Schwimmen sei lebenswichtig. «Am besten lernt man im Alter von fünf bis sieben Jahren schwimmen. Später wird es immer schwieriger», sagt Damian Schärli, Präsident der Luzerner SLRG-Sektion.

Luzia Mattmann

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