LUZERN: Zwangsferien: Lehrer künden Widerstand an

So will der Kanton sparen: Er schliesst alle Mittel- und Berufsschulen für eine Woche, streicht Lektionen und vergrössert Klassen. Die Lehrer überlegen, ob sie sich vor Gericht dagegen wehren sollen.

Florian Weingartner
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Pausenplatz der Kantonsschule Reussbühl. (Bild: Neue LZ)

Pausenplatz der Kantonsschule Reussbühl. (Bild: Neue LZ)

Schüler und Lehrer der Luzerner Gymnasien und Fachmittelschulen sollen im kommenden Herbst eine Woche länger Ferien machen. Die Berufsschulen wiederum ihren regulären Betrieb nach den Sommerferien erst mit einer Woche Verzögerung aufnehmen. So will die Regierung innert zwei Jahren 8,16 Millionen Franken sparen.

Ungleichbehandlung der Lehrer?

Das stösst den Betroffenen sauer auf. Remo Herbst, Präsident des Verbands Luzerner Mittelschullehrer sagt: «Es ist unverständlich und inakzeptabel, dass Lehrer und Schüler für eine Finanzpolitik, die nicht funktioniert, bestraft werden sollen.» Unterstützung erhält er vom Verband der Berufsschullehrer. Ein Gang vor Gericht sei möglich. Denn fraglich sei, ob die Massnahme der Zwangsferien überhaupt rechtens wäre: «Die Lohnreduktion für eine Berufsgruppe unter den Kantonsangestellten könnte unter dem Gesichtspunkt der Rechtsgleichheit vor Verwaltungsgericht eingeklagt werden», sagt Herbst.