Luzern
Zwei Veloinitiativen für sicherere Velorouten in Kriens und Emmen

Der Interessensverband Pro Velo Luzern hat bei den Behörden von Emmen und Kriens zwei Veloinitiativen zur Vorprüfung eingereicht. In den nächsten Tagen soll die Unterschriftensammlung beginnen.

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Pro Velo Luzern lancierte letzten Sommer die Volksinitiative «Luzerner Velonetz jetzt!» in der Stadt Luzern – diese wurde mit 1617 gültigen Unterschriften eingereicht. Jetzt legt Pro Velo Luzern nach und lanciert in Kriens und Emmen zwei weitere Initiativen. Der Interessensverband fordert auch dort eine bessere und sicherere Veloinfrastruktur, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist.

Die Pro-Velo-Co-Präsidentin Korintha Bärtsch sagt in der Mitteilung:

«Viele Velofahrerinnen und Velofahrer aus den Agglomerationsgemeinden haben sich bei uns gemeldet. Sie wünschten sich auch Initiativen in ihren Gemeinden, da sie die Schwachstellen ihrer Veloinfrastruktur nur zu gut kennen. Diesen Ball nahmen wir natürlich gern auf.»

Pro Velo Luzern hat eine Mängelliste für die Veloinfrastruktur in Kriens und Emmen erstellt und kritisiert folgende Punkte:

  • Das Freigleis ist eine beliebte Verbindung von Luzern her kommend. Die Anschlüsse in verschiedene Krienser Quartiere (Hofmatt, Kuonimatt) und Zielorte (Sportanlagen Kleinfeld, Pilatusmarkt, HSLU) sind jedoch nicht vorhanden oder ungenügend. Das Freigleis hört im Bahnhof Mattenhof abrupt auf, man muss sich ohne Anschluss-Signalisierung seinen Weg zusammensuchen.
  • Wer von der Schachenstrasse zur Feldmühle will, muss über den schmalen Radstreifen auf der Kantonsstrasse. Es fehlt eine direkte und verkehrsarme Verbindung. Viel Verkehr hat es auch auf der Strecke Langsägestrasse-Schachenstrasse, wo der Schleichverkehr die Velos in den Stosszeiten kaum durchkommen lässt.
  • In der Gemeinde Emmen fehlen schnelle und ungefährliche Verbindungen zwischen Kapf/Rothenburg und dem Seetalplatz. Die Kantonsstrassen sind für Velos ungenügend ausgebaut.
  • Eine grosse Schwachstelle ist die Kreuzung Gersag, inklusive gefährlicher Bushaltestelle. Weitere Veloverbindungen sind zu schmal (beispielsweise beim Übergang Schachenstrasse-Bahnhof Emmenbrücke) oder an diversen Orten zu stark mit Gehwegen vermischt. Prüfenswert wären ebenso Velostrassen, bei denen der Rechtsvortritt auf Quartierstrassen aufgehoben wird, um ein schnelleres Vorwärtskommen zu ermöglichen (beispielsweise auf der Meierhöflistrasse).

Das verlangen die Initiativen

In den Agglomerationsgemeinden solle ein unterbruchfreies Netz aus Velohauptrouten entstehen. Velohauptrouten sind qualitativ hochwertige Verbindungen, die wichtige Ziele verbinden, wie Pro Velo Luzern schreibt. Sie würden auch über grössere Entfernungen ein flüssiges und komfortables Vorwärtskommen ermöglichen.

Pro Velo Luzern fordert in Kriens und Emmen innerhalb von zehn Jahren ein Netz aus Velohauptrouten, auf dem sich alle Velofahrenden, von den Jüngsten bis zu den Ältesten, entspannt und sicher bewegen können. (pl)

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