LUZERN: Zwölf Schüsse kündigen Fronleichnam an

Beim Château Gütsch wurden am Mittwoch um 20 Uhr in Luzern zwölf Salutschüsse abgefeuert. Damit verkündeten die Herrgottskanoniere, dass am Donnerstag Fronleichnam gefeiert wird.
Der Fahnenmarsch auf dem Luzerner Kornmarkt. (Bild: Charleen Bretteville/LZ)

Der Fahnenmarsch auf dem Luzerner Kornmarkt. (Bild: Charleen Bretteville/LZ)

Seit rund 400 Jahren steht die Bruderschaft der Herrgottskanoniere im Dienste der Stadt Luzern.

Um der Bevölkerung mitzuteilen, dass Fronleichnam gefeiert wird, feuern die Kanoniere am Vortag und an Fronleichnam insgesamt 50 Schüsse ab.

Nach dem Fahnenmarsch auf dem Luzerner Kornmarkt, marschierten die Kanoniere am Mittwochabend Richtung Gütsch. Dabei wurden sie von der Lucerne Marching Band, der Feldmusik Luzern und einer Delegation der Vereinigung ehemaliger Schweizer Gardisten Zentralschweiz begleitet.

Um 20 Uhr schossen die Herrgottskanoniere am Mittwoch auf dem Gütsch die ersten zwölf Salutschüsse ab. Anschliessend fand das Abendgebet statt.

Wenn es regnet, wird nicht abgefeuert

An Fronleichnam werden um 7 Uhr wiederum zwölf Salutschüsse abgefeuert. Damit wird der Bevölkerung signalisiert, dass die Prozession stattfindet. Sollte die Prozession wegen schlechtem Wetter nicht durchgeführt werden, wird gemäss Mitteilung auch nicht abgefeuert.

Während der Prozession siganlisieren weitere Schüsse diverse Programmpunkte. So wird beispielsweise mit zwei Salven kundgetan, dass in diesem Moment die Segnung von Brot und Wein gefeiert wird.

Die Herrgottskanoniere sind katholische, aktive oder ehemalige Soldaten der Schweizer Armee. Sie organisierten sich in der Zeit um 1580 zur Bruderschaft. Die Fronleichnamsprozessionen entwickelte sich damals zu einem Anlass, welcher die katholische Kirche während der Gegenreformation repräsentieren sollte, schreibt das Bundesamt für Kultur.

pd/chb

Der Einzug lockte einige Zuschauer an. (Bild: Charleen Bretteville/LZ)

Der Einzug lockte einige Zuschauer an. (Bild: Charleen Bretteville/LZ)

Die Kanone wurde von einer Kutsche gezogen. (Bild: Charleen Bretteville/LZ)

Die Kanone wurde von einer Kutsche gezogen. (Bild: Charleen Bretteville/LZ)

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