LUZERN/BASEL: Kunst- und Kulturzentrum zieht weg aus Littau

Das Kunst- und Kulturzentrum Littau-Luzern schliesst wegen Umstrukturierungen innerhalb der Stiftung seine Tore in Littau. Der Stifter Hermann Alexander Beyeler wird die 2007 gegründete Stiftung nach Pratteln/Basel übersiedeln.

Drucken
Teilen
Stifter Hermann A. Beyeler mit Peter Paul Rubens Werk «Statue der Ceres» im Kunst- und Kulturzentrum Luzern-Littau. (Archivbild Boris Bürgisser / Neue LZ)

Stifter Hermann A. Beyeler mit Peter Paul Rubens Werk «Statue der Ceres» im Kunst- und Kulturzentrum Luzern-Littau. (Archivbild Boris Bürgisser / Neue LZ)

Nach sechs Jahren an der Spitze des Kunst- und Kulturzentrums Luzern-Littau (KKZL) hat sich die Stiftungspräsidentin Michela Grunder-Lazzarini aus persönlichen Gründen für eine Neuorientierung entschieden. Das Ausscheiden der Stiftungspräsidentin hat den Stifter Hermann A. Beyeler bewogen, die Stiftung nach Pratteln überzusiedeln, heisst es in einer Medienmitteilung des KKZL vom Montag.

Enttäuschung bei Hermann A. Beyeler

«So sehr das Publikum unser Schaffen gewürdigt hat, so wenig Akzeptanz brachten lokale Institutionen und die Wirtschaft der Stiftung entgegen. Ich bin enttäuscht von der mangelnden Unterstützung», bekennt der Stifter Hermann A. Beyeler. Er wird die Stiftung in seine im Mai 2014 eröffnete, 1100 Quadratmeter grosse Galerie CB AG in Pratteln eingliedern.

Die Stiftung ist heute ein vom Publikum gut frequentiertes, beliebtes Kunst- und Kulturzentrum, das sich der Förderung von Kunstschaffenden vorwiegend aus der Zentralschweiz verschrieben hat. Das KKZL hat jährlich bis zu sechs Ausstellungen inszeniert und zahlreiche Konzerte und kulturelle Anlässe veranstaltet. Ganz im Sinne des Stifterpaares Marlis Rhyn Beyeler und Hermann A. Beyeler waren die Veranstaltungen stets kostenlos. 

Ein logischer Schritt

Beyelers Mäzenatentum konzentriert sich zunehmend auf den Basler Standort. Basel, auch Kunsthauptstadt des Landes genannt, wird ihrem Ruf als Kunstmetropole nicht allein der Art Basel wegen gerecht. Die Stiftung wird dort in einem prosperierenden Umfeld positioniert, die eine Weiterentwicklung in jeder Hinsicht begünstigt. Für die sporadischen Mitarbeitenden des KKZL (vorwiegende Assistenz während der Vernissagen) wurde eine einvernehmliche Lösung gefunden.

pd/zim