LUZERNER ALLMEND: Die Polizei duldet ein illegales Festival

Konzerte, DJs, Barbetrieb: Die Aktion Freiraum feiert bei den alten Armeebunkern. Militärverwaltung und Polizei wissen erst seit Freitagnachmittag davon.

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Jugendliche am Freitagnachmittag beim Militärgelände auf der Allmend, wo die Vorbereitungen zum Festival laufen. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Jugendliche am Freitagnachmittag beim Militärgelände auf der Allmend, wo die Vorbereitungen zum Festival laufen. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Seit Freitag um 17 Uhr läuft auf der Luzerner Allmend ein unbewilligtes, zweitägiges Festival unter dem Motto «Die Farbige Festung». Auf der ehemaligen militärischen Häuserkampfanlage sind Konzerte, DJ-Auftritte, Street Art und Graffiti sowie Barbetrieb und Weiteres programmiert. Organisiert wird die Veranstaltung von der Aktion Freiraum.

Auf Anfrage unserer Zeitung sagte ein anonymer Aktivist der Aktion Freiraum: «Wir erwarten mehrere hundert Leute. Den nötigen Strom erzeugen wir mit Generatoren.»

«Lehnen Haftung ab»
Die militärische Häuserkampfanlage mit ihren Rund 3,5 Meter hohen, bunkerähnlichen Gebäuden wird seit Jahren nicht mehr genutzt. Eingänge und Fenster sind vergittert worden. Grund und Boden gehören der Stadt Luzern, das Gelände ist aber nach wie vor ein bundeseigener Waffenplatz, der vom Kanton Luzern verwaltet wird. Stefan Brauchli von der Dienststelle für Militär, Zivilschutz und Justizvollzug sagte am Freitagnachmittag: «Wir wurden erst vor wenigen Minuten von der Polizei über die geplante Aktion auf dem Gelände informiert. Ich kann einzig sagen: Sollte etwas passieren, so lehnen wir jegliche Haftung ab.»

Gemäss Auskunft von Polizeisprecher Richard Huwiler informierte die Aktion Freiraum am Freitagnachmittag die Stadtpolizei über ihr Vorhaben. Diese wiederum habe die städtische Sicherheitsdirektion kontaktiert. «Von ihrer Seite her ist der Anlass toleriert – aber wir haben klare Abmachungen getroffen», sagt Huwiler. So müsse die Nachtruhe respektiert werden und der in der Nähe gastierende Circus Knie dürfe nicht gestört werden.

Jérome Martinu, Mitarbeit: Stefan Schütz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.