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Luzerner Altstadt: Besitzer schliesst Uhrenladen am Kapellplatz aus

Der Ersatzbau für das heutige C&A-Gebäude in Luzern soll schon in zwei Jahren stehen. Wer dort einziehen wird, ist noch offen – aber «kein Uhrengeschäft», sagen die Eigentümer der Liegenschaft.
Hugo Bischof
Der geplante Neubau an der Kapellgasse 4 (Bildmitte) soll sich harmonisch in die Häuserreihen am Kapellplatz einfügen. (Bild: Visualisierung Newport)

Der geplante Neubau an der Kapellgasse 4 (Bildmitte) soll sich harmonisch in die Häuserreihen am Kapellplatz einfügen. (Bild: Visualisierung Newport)

Die Tage des C & A-Gebäudes am Kapellplatz/Ecke Kapellgasse in Luzern sind gezählt. Die Baueingabe für den Neubau an gleicher Stelle ist erfolgt. Das bestätigen Vertreter der Firma Newport, Eigentümerin der Liegenschaft. Das Bauprojekt wird im Januar 2018 bei der Stadt öffentlich aufgelegt. Newport geht davon aus, dass die Baubewilligung im Sommer 2018 vorliegen wird. Im Herbst 2018 will man mit den Bauarbeiten beginnen. Schon im Herbst/Winter 2019 soll das neue Gebäude bezugsbereit sein.

Die Firma Newport hat ihren Hauptsitz in Hamburg mit Büros in der Schweiz (Zug) und den USA. Sie besitzt Liegenschaften in neun Städten der Schweiz, in ganz Deutschland und den USA. Es handelt sich fast durchwegs um Liegenschaften an Toplagen. «Wir sind ein bestandsortiertes Unternehmen», sagt Olaf Kunkat, einer der Newport-Inhaber. Ein Weiterverkauf von Immobilien sei äusserst selten; es gehe nicht um kurzfristigen Profit.

«Ein Stadthaus, kein Kaufhaus»

Newport erwarb die Liegenschaft an der Kapellgasse 4 in Luzern vor vier Jahren. Zurzeit befindet sich darin C & A. «Mit dem Bekleidungsunternehmen waren wir lange im Gespräch», sagt Kunkat. Jetzt ist klar: C & A wird im Januar 2018 ausziehen und sich auf das Geschäftslokal an der Hertensteinstrasse konzentrieren. Danach wird das Gebäude an der Kapellgasse 4 bis zu seinem Abriss von der Firma Bollag zwischengenutzt werden.

Der Neubau an der Kapellgasse wird auf dem Grundriss des bisherigen Gebäudes errichtet. Eine breitabgestützte Jury – mit Beteiligung der Stadt und der Denkmalpflege – kürte in einem anonymen Wettbewerb das Projekt der Zürcher Architekten Joos & Mathys zum Sieger (Ausgabe vom 14. September). Das zweitrangierte Projekt der Basler Architekten Buol & Zünd fand in einer Umfrage unserer Zeitung damals mehr Anklang. «Dieses hat mit seinen historisierenden Elementen auf Anhieb tatsächlich einigen Charme», sagt Kunkat. «Doch es hat eine zu wenig klare eigene Identität; zudem wirkt die zweiteilige Frontfassade nicht überzeugend.» Deshalb blieb man beim Siegerprojekt Joos & Mathys. Es wurde leicht überarbeitet. Unter anderem wurden die Dachlukarnen etwas reduziert. Auch die Grundrisse und Wohnungen in den oberen Geschossen wurden angepasst. «Uns ist wichtig, dass ein Stadthaus entsteht, kein Kaufhaus», sagt Kunkat.

Im Untergeschoss, Erdgeschoss sowie ersten Obergeschoss gibt es Verkaufsflächen. Wer hier einzieht, steht noch nicht fest. «Wir beginnen mit der Vermarktung, sobald die Baubewilligung vorliegt», sagt Kunkat. Eines ist für ihn klar: «Es soll kein weiteres Uhrengeschäft sein; davon gibt es in Luzern genug.» Der Firma Newport sei an einem guten Branchenmix in der Luzerner Altstadt gelegen: «Unser Ziel ist es, die Stadt zu attraktivieren und den Detailhandel zu stärken.»

Elf Wohnungen auch für Familien

In den drei oberen Stockwerken wird es elf 21/2- bis 41/2-Zimmer-Wohnungen geben – zum Teil Maisonettewohnungen über zwei Geschosse. «In der Altstadt fehlt es an modernen Wohnungen auch für Familien», sagt André Herzog von der Newport Swiss AG. «Hier wollen wir ein Angebot schaffen.» Während die Verkaufsräume vom Kapellplatz her erschlossen sind, erfolgt der Zugang zu den Wohnungen von hinten. «Mit einem kleinen Innenhof erhöhen wir die Lebensqualität für die Bewohner», sagt Herzog. Zudem soll es eine für alle Bewohner zugängliche kleine Aussenterrasse ebenfalls an der Rückseite des Gebäudes geben. Insgesamt werden im Neubau 1500 Quadratmeter Fläche für Verkauf/Büros sowie 1100 Quadratmeter Fläche für Wohnungen zur Verfügung stehen.

Der Neubau, gesehen aus Richtung Sternenplatz. Links die Hans-Holbein-Gasse. (Bild: Visualisierung Newport)

Der Neubau, gesehen aus Richtung Sternenplatz. Links die Hans-Holbein-Gasse. (Bild: Visualisierung Newport)

Das Gebäude von hinten mit dem Eingang zu den Wohnungen sowie der kleinen Aussenterrasse. (Bild: Visualisierung Newport)

Das Gebäude von hinten mit dem Eingang zu den Wohnungen sowie der kleinen Aussenterrasse. (Bild: Visualisierung Newport)

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