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Luzerner Altstadt: Kommt der Maskenbrunnen - oder doch nicht?

Die SP hat ihren Vorstoss gegen den geplanten Brunnen der Maskenliebhaber am Kornmarkt in der Stadt Luzern zurückgezogen. Was dies für's Projekt bedeutet, ist unklar.
Robert Knobel
Visualisierung des Maskenbrunnens auf dem Kornmarkt, geplant von der Maskenliebhaber-Gesellschaft. (Bild PD)

Visualisierung des Maskenbrunnens auf dem Kornmarkt, geplant von der Maskenliebhaber-Gesellschaft. (Bild PD)

Überraschung am Donnerstag im Luzerner Stadtparlament: Die SP zog ihr Postulat «Kein Denkmal für überholtes Weltbild auf dem Kornmarkt» zurück. Mit dem Vorstoss wollte die SP den geplanten Brunnen der Maskenliebhaber-Gesellschaft auf dem Kornmarkt verhindern. Die Fasnächtler wollen vor dem Rathaus einen sechs Meter hohen Maskenbrunnen erstellen.

Das Spezielle an der Geschichte: Die Stadt war an den Planungen für den neuen Brunnen aktiv beteiligt, inzwischen wurde auch das Baugesuch eingereicht, das von der Stadt als Grundeigentümerin unterzeichnet ist. Doch in der Stellungnahme des Stadtrats auf das SP-Postulat tönte plötzlich alles ganz anders. Der Stadtrat schreibt darin, er lehne einen neuen Brunnen am Kornmarkt ab. Grund: Man wolle die ohnehin schon enge und stark beanspruchte Altstadt nicht mit weiteren Objekten «belasten». Dies notabene im Wissen, dass am besagten Standort heute schon ein kleiner Brunnen steht. Der Stadtrat argumentiert aber auch mit den unklaren Folgekosten, die der Maskenbrunnen für die öffentliche Hand hätte. Zudem handle es sich um Kunst im öffentlichen Raum, die auch von der Kommission für Bildende Kunst beurteilt werden müsste.

Baudirektion muss nun über Bewilligung entscheiden

Mit dem Rückzug des Postulats hat das Brunnen-Projekt seine politische Dimension verloren. Nun ist der Ball bei der Stadtverwaltung, die das weiterhin hängige Baugesuch beurteilen muss. Für Simon Roth (SP), der das Postulat eingereicht hatte, ist klar, dass der Maskenbrunnen nun vom Tisch ist. «Der Stadtrat hat sich klar gegen den Brunnen ausgesprochen. Und da es sich um öffentlichen Grund handelt, haben die Maskenliebhaber keinen Anspruch auf eine Bewilligung». Daher habe man das Postulat zurückgezogen, weil die Forderungen bereits erfüllt seien. Sind sie das wirklich?

Es stellt sich die Frage, ob die vom Stadtrat geäusserten Kritikpunkte nach der Annullierung des Vorstosses weiterhin relevant sind. Anders gefragt: Kann die Baudirektion eine Baubewilligung verweigern, nur weil der Stadtrat gegen ein Projekt ist? Diese Fragen werde man nun klären müssen, heisst es auf Anfrage bei der städtischen Baudirektion. Auch die Maskenliebhaber erwarten nun eine klare Stellungnahme vonseiten der Stadt, wie Präsident Linus Gähwiler sagt.

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