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Luzerner Asylsuchende werden gegen Brandgefahr sensibilisiert

Die SP fordert in einem Postulat einen besseren Brandschutz in Asylunterkünften. Handlungsbedarf sieht die Regierung nicht bei den Gebäuden, sondern bei dessen Bewohnern.
Niels Jost

Eine Brandkatastrophe in Solothurn im vergangenen Jahr rüttelte SP-Kantonsrat Josef Schuler aus Hitzkirch auf. Beim Vorfall kamen in einer vom Kanton Solothurn gemieteten Wohnung vier Erwachsene und zwei Kinder aus Äthiopien und Eritrea ums Leben. Bekannt wurde damals in der breiten Öffentlichkeit zudem, dass die Brandschutzvorschriften in Beherbergungsbetrieben wie Hotels oder eben Asylunterkünften in der ganzen Schweiz im Jahr 2015 gelockert wurden.

Mittels Postulat forderte Schuler deshalb die Regierung auf, Luzerner Asylunterkünften und Wohnungen, in denen Asylsuchende wohnen, auf die Brandschutzvorschriften zu überprüfen. Zudem sollen die Bewohner für den Ernstfall geschult werden.

Lockerung der Vorschriften Ende Jahr aufgehoben

Der Regierungsrat beantragte am Dienstagvormittag, das Postulat nur teilweise für erheblich zu erklären. Diesem Antrag folgte die Mehrheit der Parlamentarier mit 67 zu 30 Stimmen.

Regierungsratspräsident Paul Winiker (SVP) argumentierte, dass die Brandschutzvorschriften in den Schweizer wie auch Luzerner Asyl- oder Wohnunterkünften trotz der Lockerung bereits gleich gut oder gar besser sind als in herkömmlichen Wohnungen. Zudem werde die schweizweite Lockerung Ende 2019 wieder aufgehoben.

Winiker betonte jedoch, dass es durchaus Handlungsbedarf bei der Sensibilisierung der Asylsuchenden gebe. Denn in anderen Kulturen seien die Gebäude nicht mit den gleichen Brandschutzmassnahmen versehen wie in der Schweiz. Daher habe die Regierung bereits Massnahmen in die Wege geleitet, um die bereits gängigen Schulungen noch zu verbessern.

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