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Luzerner Asylwesen: Kadermitglied per sofort freigestellt

Im Asylwesen des Kantons Luzern rumort es gewaltig. Neuster Eklat: Der Leiter Asylzentren, Adrian Portmann, wurde per sofort freigestellt.
Raphael Zemp

Kein Jahr hat Adrian Portmann die Abteilung Zentren in der Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen (DAF) im Kanton Luzern geleitet. Nun ist er seinen Job bereits wieder los, wie «Zentralplus» berichtet. Das Kadermitglied sei am 7. Juni per sofort freigestellt worden. Zu den konkreten Gründen schweigt sich die DAF-Führung aus. Erwin Roos, Departementssekretär des Gesundheits- und Sozialdepartements, lässt auf Anfrage lediglich verlauten: «Aufgrund des Persönlichkeitsschutzes und weil es sich um ein laufendes Verfahren handelt, können wir uns dazu nicht äussern.»

«Zentralplus» schreibt, man habe Portmann unter anderem fehlende Selbstkritik sowie einen direktiven Führungsstil vorgeworfen. Weiter habe man eine «nicht mehr vorhandene Vertrauensbasis» ausgemacht. Laut Portmann alles «absurde Vorwürfe». Entsprechend «nicht nachvollziehbar» ist denn auch in seinen Augen die Freistellung. Er hat bereits angekündigt, den Entscheid auf dem rechtlichen Weg anzufechten und so eine Wiedereinsetzung ins Amt herbeizuführen. Zur Klärung der Sachlage schlägt der 44-Jährige eine externe Befragung der Mitarbeiter betreffend der DAF-Führung vor.

Just vor den Ferien freigestellt

Besonders brisant sind die Umstände der Freistellung: Davon erfahren hat Portmann just am Tag vor seinen Ferien. Kurz darauf habe man ihn angewiesen, seine Siebensachen in bereitgestellte Taschen zu packen – unter Aufsicht, schreibt «Zentralplus». Zuvor seien bereits das Geschäfts-E-Mail abgestellt, sowie Schlüssel und Badge eingezogen worden. Von den Mitarbeitern habe er sich nicht verabschieden dürfen. Unsere Zeitung konnte ihn am Mittwoch nicht kontaktieren. Ferner hat die Dienststellenleitung alle DAF-Teamleiter aufgefordert, allfällige Kontaktaufnahmen durch den «abservierten» Abteilungsleiter unverzüglich zu melden.

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