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Luzerner Bauern dürfen weiterhin Stacheldrähte verwenden

Der Kantonsrat war sich am Dienstagvormittag einig: Stacheldrahtzäune verursachen Probleme. Ein Verbot lehnte das Parlament jedoch ab.
Niels Jost
Kühe dürfen weiterhin mit Stacheldraht eingezäunt werden. (Symbolbild: Keystone/Christian Beutler)

Kühe dürfen weiterhin mit Stacheldraht eingezäunt werden. (Symbolbild: Keystone/Christian Beutler)

Wer in der Natur unterwegs ist, kennt das Bild von schlecht gespannten Stacheldrahtzäunen. Diese erfüllen ihre Wirkung, die Weidetiere innerhalb des Zauns zu halten, nicht. Vielerorts liegen zudem alte und kaputte Stacheldrähte herum. Das ist nicht nur etwa für Wanderer gefährlich, sondern auch für Nutz- und Wildtiere. Grüne-Fraktionschefin Monique Frey (Emmen) forderte deshalb mittels Postulat, im Kanton Luzern neue Stacheldrahtzäune zu verbieten (wir berichteten). Stattdessen sollen praxistauglichere, sichere und einfacher zu installierende Alternativen gefördert werden.

Das Thema sorgte am Dienstag für eine lebhafte Debatte im Parlament, besonders unter den anwesenden Landwirten. So viel vorweg: Ein Verbot wurde mit 86 zu 17 Stimmen abgelehnt. Unterstützung erhielten die Grünen einzig von der SP.

Appell an die Selbstverantwortung

Trotz des klaren Resultats waren sich die Kantonsräte dahingehend einig, dass Stacheldrahtzäune ein Problem darstellen. «Deshalb verwenden wir Landwirte sie ja auch kaum mehr, ausser an Stellen, wo akute Absturzgefahr droht», sagte Jost Troxler (SVP, Mauensee). Berufskollege Raphael Kottmann (CVP, Oberkirch) ergänzte, dass Stacheldrähte an unproblematischen Stellen eingesetzt werden, wie für den Baumschutz oder rund um Ökonomiegebäude. Ein Verbot sei daher «unverhältnismässig» und schlecht umsetzbar. Ruedi Amrein (FDP, Malters) appellierte derweil an die Selbstverantwortung der Landwirte.

Auch Umweltdirektor Robert Küng (FDP) sah keinen Handlungsbedarf. Er könne sich aber vorstellen, das Thema im Newsletter der Dienststelle Landwirtschaft und Wald aufzugreifen.

Kanton will invasive Arten bekämpfen

Mehr Erfolg hatte Monique Frey mit einem weiteren Postulat, in dem sie die Bekämpfung invasiver Arten fordert. Dieses wurde von einer Mehrheit, bestehend aus CVP, FDP, GLP und SVP, mit 86 zu 21 Stimmen als teilweise erheblich erklärt. Zwar wird der Kanton nächstes Jahr ohnehin den Planungsbericht Biodiversität präsentieren. Dabei soll aber auch der Umgang mit dem Bakterium Xylella fastitiosa geklärt werden, welches Rosen oder Obstbäume befällt. Zusätzlich wird geprüft, ob ein Präventions- und Bekämpfungsprogramm nötig ist. (jon)

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