Luzerner Behörde handelt rechtswidrig: Beschwerde einer deutschen Domina wird vom Gericht gutgeheissen

Das WAS wira Luzern hat eine deutschen Staatsbürgerin abgewiesen, die im Kanton Luzern als Sexualtherapeutin und Domina arbeiten wollte. Das Kantonsgericht kommt zum Schluss: Der Entscheid war rechtswidrig.

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(lil/sda) Eine deutsche Staatsbürgerin meldete im Juni 2019 beim Kanton Luzern einen Einsatz für die Tätigkeit als selbständige Sexualtherapeutin und Domina in Emmenbrücke. Das WAS wira Luzern hat diese Meldung abgelehnt, weil es der Auffassung war, dass die betreffende Tätigkeit an einer Adresse geplant sei, wo sich ein Salon befinde. Demnach könne ihre Dienstleistung als Domina nicht als «selbständig» anerkannt werden.

Die deutsche Staatsbürgerin erhob daraufhin eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde und beantragte die Bewilligung ihrer Meldung. Die Beschwerde wurde nun vom Kantonsgericht Luzern gutgeheissen, wie dieses in einer Mitteilung schreibt. Es kommt zum Schluss, dass die Meldung nicht durch die Behörde abgelehnt werden kann, nur weil diese den Erwerbstätigkeitsstatus anders beurteilt. Bei Verdacht auf sogenannte «Scheinselbständigkeit», ist eine Kontrolle vor Ort durchzuführen. Im vorliegenden Fall wurde der Frau die Möglichkeit aber verwehrt, ihre Selbständigkeit beweisen zu können. Die Verweigerung der Meldung durch das WAS wira Luzern ist somit rechtswidrig und soll aufgehoben werden.

Das Urteil des Kantonsgericht ist noch nicht rechtskräftig.