Luzerner Billettautomaten: «Ein Desaster»

Die Ticketautomaten sorgen bei Kantonspolitikern für Unmut. Ob die Geräte doch noch angepasst werden, hängt wohl vom Budget 2012 ab.

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Daniela Ruch löst am VBL Automaten beim Löwencenter in Luzern ein Ticket. (Bild: Archiv Eveline Beerkicher/Neue LZ)

Daniela Ruch löst am VBL Automaten beim Löwencenter in Luzern ein Ticket. (Bild: Archiv Eveline Beerkicher/Neue LZ)

Der Verkehrsverbund Luzern (VVL) wird seine Billettautomaten nicht erneuern. Dies, obwohl viele Kunden die Bedienung an den Touchscreen-Automaten bemängeln. Diese Weigerung goutieren die Fraktionen im Luzerner Kantonsparlament nicht. Denn der Kantonsrat hat erst Ende Januar über einen Bericht zum öffentlichen Verkehr debattiert, in dem eingeplant war, die Billettautomaten zu optimieren. Dass nun eine Kehrtwende von Seiten des Verkehrsverbunds erfolgt sei, nehmen die Kantonsräte mit Befremden zur Kenntnis. Die Automaten seien wenig kundenfreundlich, sagen die Politiker. Urs Brücker (GLP) etwa sagt: «Die Billettautomaten sind ein Desaster, vor allem für Luzern als Tourismusstadt.» Guido Durrer (FDP) fragt sich, wie das Ziel, die Kundenfreundlichkeit zu steigern, ohne die Anpassung bei den Automaten erreicht wird.

Nur Empfehlungen sind möglich

Zu den von den Politikern genannten Kritikpunkten nimmt Hans-Peter Bossart, Präsident des Verbundrats des VVL, Stellung: «Der VVL nimmt den Auftrag ernst. Die Mängel bei der Benützung der Billettautomaten sind erkannt.» Der Verbundrat habe jedoch die Ergebnisse der veranlassten Abklärungen bezüglich Verbesserungsmöglichkeiten und deren Kosten noch nicht erhalten. Festzuhalten sei zudem, dass der VVL selber keine Massnahmen treffen könne – er könne nur Empfehlungen an die Transportunternehmungen abgeben, die wiederum Eigentümer der Billettautomaten seien.

Was allfällige Massnahmen betrifft, wird das Kantonsbudget 2012 entscheidend sein, wie Bossart sagt: «Solange der Kantonsrat das Budget 2012 noch nicht verabschiedet hat, ist es gar nicht möglich, entsprechende Empfehlungen abzugeben.»

Aleksandra Mladenovic

Den ausführlichen bericht lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung oder im E-Paper.