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Luzerner Casa d'Italia: Genossenschaft hofft weiter

Die Versteigerung der Liegenschaft Obergrundstrasse 92 in Luzern mit der Casa d'Italia hat stattgefunden. Wer den Zuschlag erhielt, ist noch nicht bekannt.
Hugo Bischof
Die Casa d'Italia an Obergrundstrasse 92 in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 12. April 2017)

Die Casa d'Italia an Obergrundstrasse 92 in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 12. April 2017)

Über die Casa d’Italia an der Obergrundstrasse 92 in Luzern ist in letzter Zeit viel geschrieben worden. Der italienische Staat als Eigentümer will die Liegenschaft dem Meistbietenden verkaufen. Am Freitagvormittag fand im italienischen Generalkonsulat in Zürich die Versteigerung statt. Über deren Ergebnis gab das Konsulat auf Anfrage keine Auskunft.

Mindestangebot 3,39 Millionen Franken

Die Versteigerung war nicht öffentlich. Zugelassen waren nur Personen oder Unternehmen, die bis am 3. Oktober ein Angebot eingereicht hatten. Das festgelegte Mindestangebot betrug 3,39 Millionen Franken.

Es steht also noch nicht fest, ob und an wen die Liegenschaft verkauft worden ist. Das Generalkonsulat wird mit einer Mitteilung bekanntgeben, wer den Zuschlag erhalten hat. «Das wird erfolgen, sobald alle nötigen Schritte und Abklärungen auch in Zusammenarbeit mit dem italienischen Aussenministerium durchgeführt wurden», schrieb das Konsulat unserer Zeitung.

Genossenschaft hat Geld zusammen

Die Genossenschaft Casa d’Italia nahm an der Versteigerung nicht teil. Und das, obwohl sie gemäss ihrem Präsidenten Ippazio Calabrese das nötige Geld für den Kauf und die Sanierung der Liegenschaft beisammen hat – via private Geldgeber und einen fest zugesicherten Bankkredit. «Wir hoffen weiterhin, dass der italienische Staat ein Einsehen hat und die Liegenschaft uns verkauft anstatt einer Immobilienfirma, die das Gebäude einer reinen Wohnnutzung zuführen könnte», sagt Calabrese. Die Genossenschaft möchte aus der Casa d’Italia wieder einen Begegnungsort für Immigranten und die einheimische Bevölkerung machen.

«Basispreis viel zu hoch angesetzt»

Wer künftiger Besitzer der Casa d’Italia ist, darüber kann man vorläufig nur spekulieren. Als gebürtigem Italiener liege ihm die Casa d’Italia eigentlich sehr am Herzen, sagt etwa Daniele Obino, Inhaber der S+P Architekten in Sursee, die den neuen Fussballrasen in der Swissporarena Luzern mitfinanziert (wir berichteten). «Der Basispreis ist meines Erachtens aber viel zu hoch angesetzt.»

Obino hält einen Preis von 2,5 Millionen Franken für die Casa d’Italia für realistisch – ««ausser jemand kauft das Haus als Liebhaberobjekt». Dann gäbe es einen Liebhaberzuschlag – «und diesen wäre ich als Investor nicht zu zahlen bereit», betont Obino. Für ihn ist zudem klar: «Wenn das Haus günstiger zu haben wäre, wäre der richtige Käufer für mich die Genossenschaft Casa d’Italia.»

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