Luzerner City-Card hat «Kinderkrankheiten»

Mit grossem Brimborium wurde die City-Card lanciert. Die Anbieter ziehen bislang eine positive Bilanz – und dennoch müssen sich einige Kunden ärgern.

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Die neue City-Card der Stadt Luzern. (Bild: pd)

Die neue City-Card der Stadt Luzern. (Bild: pd)

Die neue City-Card der Stadt Luzern. (Bild: pd)

Die neue City-Card der Stadt Luzern. (Bild: pd)

Die City-Card ergänzt seit Ende November die Papiergutscheine der City-Vereinigung, lässt sich für den Kunden kostenlos mit Guthaben bis 1000 Franken aufladen und kann auch als Geschenkkarte eingesetzt werden. Etwas mehr als zwei Monate nach dem Start muss Franz Stalder, Präsident der City-Vereinigung Luzern, jedoch einräumen: «Die City-Card hat Kinderkrankheiten.»

Ärger für Manor-Kunden

Die wohl ärgerlichste «Kinderkrankeit» betrifft das Warenhaus Manor an der Weggisgasse. Obwohl dem Prospekt, den die Kunden zusammen mit der City-Card erhalten, klar zu entnehmen ist, dass dort die Karte «ab 2012» akzeptiert wird, ist dies nicht der Fall. Ein Testkauf am 13. Januar zeigt: Die City-Card ist der Verkäuferin an der Kasse unbekannt, und auch das EDV-System von Manor erkennt die Karte nicht.
Manor-Geschäftsführer Carmelino Carlino sagt dazu: «Wir haben den Start der City-Card bei Manor bewusst erst im Verlauf des Jahres 2012 geplant.» Man arbeite derzeit mit Hochdruck daran, dass die Karte «sobald als möglich bei uns akzeptiert werden kann».

Karten im Wert von rund 150 000 Franken abgesetzt

Erste Zahlen der City-Vereinigung zeigen, dass die City-Card seit Verkaufsstart Ende November gut aufgenommen wurde. Gemäss Stalder wurden bisher Karten im Wert von rund 150 000 Franken abgesetzt.
Allerdings müssen die Inhaber weitere «Kinderkrankheiten» des Angebots hinnehmen. So beschränkt sich dieses bislang mit wenigen Ausnahmen auf den Detailhandel – obwohl die City-Vereinigung ursprünglich damit warb, auch die Parkhäuser und die Verkehrsbetriebe Luzern würden sich anschliessen – was aber nicht der Fall ist.

Parkhäuser, Schiffe, Bäder

In einer zweiten Etappe gelte es nun, im Verlauf des Jahres 2012, weitere Partner ins System einzubinden, sagt Bachmann. Dabei denke man an Möglichkeiten wie die Parkhäuser, die Verkehrsbetriebe, die Schifffahrtsgesellschaft, öffentliche Einrichtungen wie Bäder und das Eisfeld oder auch die Einwohnerkontrolle sowie die Hotellerie und Gastronomie.

Martin Messmer/Neue Luzerner Zeitung

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie in der «Neuen Luzerner Zeitung» vom 16. Januar 2012 oder im E-Paper.

So funktioniert die City-Card

Die City-Card kann mit einem beliebigen Guthaben zwischen 20 und 1000 Franken aufgeladen und danach in einer Summe oder in Teilbeträgen bei den beteiligten Geschäften eingelöst werden. Das Guthaben kann online, via SMS oder telefonisch abgefragt und jederzeit neu aufgeladen werden. Verkaufs- und Aufladestationen für die City-Card gibt es in über 30 Geschäften. Die City-Card wird durch den Fonds zur Attraktivierung der Luzerner Innenstadt unterstützt.

Die City-Card als neues Zahlungsmittel der Shopping-Stadt Luzern. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die City-Card als neues Zahlungsmittel der Shopping-Stadt Luzern. (Bild: Archiv Neue LZ)