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Luzerner Datenschützer sucht Verstärkung

Der Kanton Luzern sucht einen Mitarbeiter für den Datenschutzbeauftragten. Damit soll die Stelle wieder vollständig besetzt werden – nach Monaten des Zuwartens.
Christian Glaus
Der Luzerner Datenschutzbeauftragte Matthias Schönbächler.

Der Luzerner Datenschutzbeauftragte Matthias Schönbächler.

Nach einer acht Monate dauernden schwierigen Phase soll bei der Luzerner Datenschutzstelle nun wieder Normalität einkehren. Datenschützer Matthias Schönbächler hat ein Stelleninserat veröffentlicht, mit welchem er einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin sucht. Das Pensum dafür beträgt wie bisher 40 Prozent. Damit wäre die Datenschutzstelle wieder, wie vom Parlament genehmigt, zu 90 Prozent besetzt.

Gesucht wird eine Person mit abgeschlossenem Rechtsstudium oder einer Informatiker-Ausbildung auf Fachhochschul-Niveau. Berufserfahrung im Bereich Daten- und Informationssicherheit sei von Vorteil, heisst es im Inserat. Auf jeden Fall sollen die Bewerber über Fachwissen in den Bereichen Informatik und Recht verfügen.

Techniker mit «juristischem Grundwissen» gefragt

Das scheinen keine besonders hohen Anforderungen zu sein. Schönbächler, 28-jährig und von Berufskollegen als unerfahren bezeichnet, widerspricht: Er suche vorzugsweise einen Techniker «mit juristischem Grundwissen und Erfahrung im Bereich Daten- und Informationssicherheit». Das seien ziemlich hohe Anforderungen, zumal Spezialisten in diesem Bereich gesucht würden wie nie zuvor. Schönbächler selbst ist Rechtsanwalt und arbeitet neben seinem 50-Prozent-Pensum beim Kanton für eine Luzerner Kanzlei.

Der frühere Mitarbeiter des Luzerner Datenschützers hatte per Ende Dezember 2018 wegen zu knapper Ressourcen gekündigt (wir berichteten). Trotzdem wurde die Stelle vorerst nicht besetzt. Schönbächler: «Seit meinem Amtsantritt habe ich mir einen guten Überblick verschaffen können über die Anforderungen an die Aufsichtsstelle, was für mich Voraussetzung für den Ausschreibungsentscheid war.» Nach fünf Monaten im Amt ist er zum Schluss gekommen, dass er grösstenteils am bisherigen Stellenprofil festhalten will. Dieses sei nur leicht angepasst worden. Längerfristig sei die Unterstützung durch einen Juristen mit technischem Hintergrund notwendig.

Gesucht wird der neue Mitarbeiter oder die neue Mitarbeiterin per 1. Juni oder nach Vereinbarung. Im nächsten Jahr soll die Datenschutzstelle zudem um 100 auf 190 Stellenprozent aufgestockt werden – sofern der Kantonsrat zustimmt.

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