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Luzerner Exporte übertreffen den Höchstwert von 2008

Die Luzerner Industriebetriebe beurteilten ihre Geschäftslage im 4. Quartal 2018 insgesamt als gut. Der Export verzeichnet im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Plus von 3,9 Prozent. Insgesamt hat sich die Lage aber etwas getrübt.
Produktion in der Von Roll. (Bild: Boris Bürgisser, Emmenbrücke, 15. September 2010)

Produktion in der Von Roll. (Bild: Boris Bürgisser, Emmenbrücke, 15. September 2010)

(pd/rgr)

Die Geschäftslage der Luzerner Industriebetriebe war im 4. Quartal 2018 gesamthaft gut. Eine besonders gute Geschäftslage wiesen die stark exportorientierten Luzerner Betriebe mit einem Exportanteil von 67 bis 100 Prozent auf, wie Lustat Statistik Luzern am Dienstag mitteilte. Diese Unternehmen berichteten darüber hinaus von einer Verbesserung der Ertragslage im Quartalsverlauf.

Weniger erfolgreich waren die Industriefirmen mit Exportanteilen von 0 bis 33 Prozent beziehungsweise 34 bis 66 Prozent. Diese verzeichneten in diesem Zeitraum eine Verschlechterung der Erträge. Die überdurchschnittliche Lage der besonders exportorientierten Unternehmen spiegelt sich auch in den provisorischen Daten der eidgenössischen Zollverwaltung:

Aus dem Kanton Luzern wurden im 4. Quartal 2018 Güter im Wert von 1,3 Milliarden Franken exportiert, was einem Plus von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht.

Für das ganze Jahr 2018 wurde ein Exportvolumen von 5,2 Milliarden Franken verzeichnet (plus 8,3 Prozent). Damit ist der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2008 übertroffen worden.

Weitere Zunahme beim Exportvolumen erwartet

Die optimistische Stimmung hält laut Lustat an. Die Luzerner Industrie rechne gemäss KOF-Umfrage bis März 2019 mit einer steten Produktion und einem konstanten Bestellungseingang. Die Beschäftigung solle unverändert bleiben, während eine weitere Zunahme beim Exportvolumen erwartet werde. Zwar rechne die Branche mit höheren Einkaufs- und gleichzeitig unveränderten Verkaufspreisen, dennoch erwarte man eine Verbesserung der Geschäftslage bis Juli 2019.

Insgesamt hat sich die Lage gegenüber dem Vorquartal dennoch etwas eingetrübt. Bei der Beurteilung der Geschäftslage nahm im 4. Quartal 2018 gegenüber dem Vorquartal vor allem der Anteil der «guten» Lageeinschätzungen ab, nämlich von 39 auf 27 Prozent.

Grossbetriebe und Metallverarbeiter unter Druck

Der Anteil Betriebe mit «schlechter» Geschäftslage blieb beinahe konstant. Die Eintrübung der Geschäftslage ging dabei vor allem von den grossen Betrieben aus. Auf die einzelnen Branchen bezogen war der Rückgang beim Geschäftslage-Indikator insbesondere bei den Herstellern von Metallerzeugnissen ausgeprägt. Unverändert blieb die Lage bei den Maschinenbauern und verbessert hat sie sich bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen.

Am Ende des 4. Quartals 2018 betrug die Auftragsreichweite der Luzerner Industrie 4,3 Monate. Der Wert lag damit etwas tiefer als im Vorquartal und tiefer gegenüber dem selben Zeitpunkt im Vorjahr. Die Betriebe schätzten dennoch ihre Auftragsbestände gesamthaft als normal ein.

Die Aufträge aus dem Ausland wurden als zu tief beurteilt. Die Luzerner Industriebetriebe konstatierten bezüglich ihrer Wettbewerbsposition im Inland und im nicht EU-Ausland keine Veränderungen. Für 27 Prozent der befragten Unternehmen verschlechterte sich aber die Wettbewerbsposition in der EU, während 7 Prozent eine Verbesserung feststellten (66 Prozent unverändert). Die Verkaufspreise und die Ertragslage blieben insgesamt unverändert.

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