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LUZERNER FEST: Neue Wege für mehr Spenden

Das grosse Fest soll wieder mehr Gewinn für wohltätige Zwecke einbringen. Dabei ist die Kasse eigentlich ganz gut gefüllt.
Guy Studer
Zehntausende Besucher säumen am Luzerner Fest das Seebecken. (Bild: PD)

Zehntausende Besucher säumen am Luzerner Fest das Seebecken. (Bild: PD)

Guy Studer

Auf zu neuen Ufern. Unter diesem Motto könnte die siebte Ausgabe des Luzerner Fests vom 26./27. Juni laufen. Einerseits, weil die Organisatoren das Fest dieses Jahr rund um das Luzerner Seebecken konzentrieren wollen – ohne die Altstadt. Aber auch, weil das Konzept in mehreren Bereichen angepasst wurde. Dies mit dem Zweck, wieder mehr Gewinn zu erwirtschaften, wie gestern im Rahmen einer Medienorientierung betont wurde. Denn dieser kommt der Stiftung «Luzerner helfen Luzernern» zugute, die damit Projekte gemeinnütziger Organisationen unterstützt.

55 000 Franken ausgeschüttet

Die ausgeschütteten Beiträge sind seit 2011 stark rückläufig. Immerhin: Letztes Jahr konnte die Talfahrt gestoppt werden, die Stiftung konnte 55 000 Franken auszahlen – 4000 Franken mehr als noch 2013. Unterstützt wurden Projekte von sechs Institutionen: Das Luzerner Frauenhaus (20 000 Franken), das Jugenddorf Knutwil Bad (10 000), die Wärchbrogg Luzern (10 000), das Sozialwerk Novizonte Emmenbrücke (5000), die Rollstuhltaxi-Genossenschaft Lutixi Horw (5000) und Traversa Luzern, ein Netzwerk für Menschen mit psychischen Erkrankungen (5000).

«Wir erwarten mehr»

Doch mit den 55 000 Franken sind die Stiftung «Luzerner helfen Luzernern» wie auch das OK des Luzerner Fests weit weg von ihren Erwartungen. Bereits früher hat OK-Präsident Oliver Furrer klargemacht, dass man zurück will in den sechsstelligen Bereich (unsere Zeitung hat berichtet). «Bei unserem Engagement das ganze Jahr hindurch und einem Fest dieser Grösse erwarten wir einfach, dass mehr herausschaut», sagte Furrer gestern gegenüber unserer Zeitung. Diesen Anspruch erhebt auch Stadtpräsident Stefan Roth und zugleich Stiftungsratspräsident der Stiftung «Luzerner helfen Luzernern». «Die Besucher des Luzerner Fests sollen wieder besser wissen, wofür sie ihr Geld ausgeben.» Der wohltätige Zweck gehe neben Spass und Genuss manchmal etwas verloren.

Auf dem Herzplatz soll Geld fliessen

Deshalb begnügt man sich bei der Ausgabe 2015 nicht nur damit, Festabzeichen in Form von pinken Armbändeln zu verkaufen (wie bisher zu zehn Franken das Stück). Deshalb soll der sogenannte Herzplatz vor dem Zurgilgen-Haus beim Schwanenplatz zum neuen Zentrum des Fests werden. In offensichtlicher Anlehnung an andere Spendenaktionen wird dort ein buntes Programm geboten, welches die Besucher dazu animiert, ihr Portemonnaie zu zücken. So werden etwa am Fest auftretende Künstler Autogrammstunden abhalten.

Nicht nur Spenden sollen steigen. Auch die Kosten wurden auf dieses Jahr hin gesenkt. Zudem werden die Sponsoren sichtbarer: Etwa beim Lattesso Wake & Style, einem Wakeboard-Event auf der Reuss. Oder beim EWL-Shuttle-Schiff zwischen KKL und Luzernerhof-Quai. OK-Präsident Oliver Furrer sagt denn auch: «Das sind natürlich spannende Auftritte für Sponsoren.» Entsprechend grösser ist auch deren Engagement für das Fest, lässt Furrer durchblicken.

Reserve von 800 000 Franken

So oder so: Auch nach dem Luzerner Fest 2015 dürften wieder Spenden fliessen. Schliesslich kann die Stiftung «Luzerner helfen Luzernern» notfalls auf ein stattliches Vermögen zurückgreifen. Dieses beträgt gemäss Helene Meyer-Jenni, Co-Präsidentin des Stiftungsrats, rund 800 000 Franken. «Das Vermögen stammt von Erträgen aus guten Jahren, diversen Spenden und Vermögenserträgen.»

Klar nicht in Frage käme, mit dem Stiftungsvermögen das Luzerner Fest quer zu subventionieren. «Auch geht es uns nicht darum, ein möglichst fettes Polster zuzulegen», so Meyer-Jenni. «Allerdings möchten wir eine gewisse Reserve behalten, damit wir auch in schlechten Jahren Projekte unterstützen können.» So wurde in den letzten Jahren teilweise das Vermögen angezapft, um alle Spenden zu decken. Und je nach Projekt und Gesuch könnte es auch mal vorkommen, dass ein grösserer Beitrag nötig wäre, um etwas zu bewirken. «Dafür wollen wir gerüstet sein.» Gleichzeitig gelte auch, dass wenn ein Gewinn üppig ausfalle, dieser nicht sofort vollumfänglich ausgeschüttet werde. «Je nach Antrag entscheiden wir im Stiftungsrat, welchen Beitrag wir als angemessen erachten.»

Beim diesjährigen Fest hat der Erlös neuerdings ein bestimmtes Ziel: Kinder in Not. So soll unter anderem die Kinderkrebshilfe Zentralschweiz unterstützt werden.

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