LUZERNER FEST: Verärgert: Mothers Pride sagt Teilnahme ab

Die bekannte Luzerner Band Mothers Pride wird nicht am diesjährigen Luzerner Fest auftreten. Grund ist der Äger über die Nichtberücksichtung auf der Playlist bei Radio Pilatus.

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«Hiermit ziehen wir unsere Teilnahme am Luzerner Fest zurück!» Ein Mail mit diesem Inhalt erreichte unlängst Radio Pilatus, schreibt die Neue Luzerner Zeitung in ihrer Ausgabe vom Dienstag. Absender ist Tobi Gmür, Frontmann der Luzerner Band Mothers Pride. Er ärgert sich darüber, dass die Songs der seit 20 Jahren bestehenden Band auf Radio Pilatus kaum gespielt würden. Der Sender verpasse es generell, hiesiges Musikschaffen, das noch nicht national bekannt ist, zu fördern. «Diese Verweigerung soll Signalwirkung für die ganze Szene haben», sagte Gmür auf Anfrage.

Den Entscheid habe er zusammen mit Gründungsmitglied Sämi Gallati getroffen – nicht alle der anderen Bandmitglieder seien begeistert gewesen. Radio-Pilatus-CEO Joachim Freiberg steht vor einem Rätsel: «Erst vorletzte Woche noch war Tobi Gmür bei uns im Studio.» Man habe die Band für den Auftritt am 26. Juni buchen wollen – und würde dies nach wie vor gerne tun. Was die Gründe für den negativen Bescheid anbelangt, spricht Freiberg von einer «getrübten Wahrnehmung» Gmürs. Dass Songs von Mothers Pride und von regionalen Bands generell kaum gespielt würden, sei «faktisch falsch».

David Schläpfer/Neue Luzerner Zeitung