Luzerner Frauenhaus hat zu wenig Platz

Das Frauenhaus muss immer mehr Gewaltopfer weiterverweisen - und sucht eine neue Liegenschaft.

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Das Frauenhaus ist vor allem ein Zufluchtsort für bedrohte Frauen. (Bild: Eveline Bachmann / Neue LZ)

Das Frauenhaus ist vor allem ein Zufluchtsort für bedrohte Frauen. (Bild: Eveline Bachmann / Neue LZ)

Das Frauenhaus Luzern - das einzige in der Zentralschweiz - platzt aus allen Nähten. In den letzten Jahren mussten deshalb immer mehr bedrohte oder misshandelte Frauen und deren Kinder an andere Institutionen weitergeleitet werden. Während es im Jahr 2005 65 Weiterweisungen gab, waren es im letzten Jahr 112.

Die Platzierung in Frauenhäusern in anderen Kantonen ist jedoch alles andere als einfach. "Wir haben oftmals Mühe, gewaltbetroffene Frauen an andere Institutionen weiterzuweisen, da diese selber ausgelastet sind", sagt Annelis Eichenberger von der Geschäftsleitung des Frauenhauses in Luzern.

Der Trägerverein des stark baufälligen Frauenhauses sucht gegenwärtig eine neue Liegenschaft, die statt der aktuell sieben Zimmer mehr Räume umfassen soll. Im Maximum sollen neun Frauen samt Kindern Unterschlupf finden.

Viele Standorte kämen ohnehin nicht in Frage. "Wir benötigen einen geschützten Ort, der zentral gelegen ist, damit die Polizei im Bedarfsfall schnell intervenieren kann." Bis 2013 möchte man das neue Frauenhaus dann beziehen.

Noémie Schafroth

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.