Luzerner Frauenklinik weist Schwangere ab

Betten gibts in der Luzerner Frauenklinik genug. In den Wehen liegende Frauen werden aber plötzlich nach Sursee oder Wolhusen verwiesen – weil das Personal fehlt.

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Das Gebäuder der Luzerner Frauenklinik.. (Bild: Archiv Neue LZ)

Das Gebäuder der Luzerner Frauenklinik.. (Bild: Archiv Neue LZ)

Sind alle sechs Gebärsäle der Neuen Frauenklinik am Luzerner Kantonsspital voll, dann müssen in den Wehen liegende Frauen an andere Spitäler verwiesen werden. «An der Informationsveranstaltung hat man uns erklärt, dass diese Extremsituation nur selten vorkäme, etwa drei, vier Mal pro Jahr», erzählt ein frischgebackener Vater*. Als bei seiner Frau* dann die Wehen einsetzten und sie in der Frauenklinik anrief, wurde sie prompt nach Sursee verwiesen. «Es hiess, man habe keine Kapazität, es herrsche ein Aufnahmestopp.

Wie Recherchen in medizinischen Kreisen zeigen, kam es in den vergangenen Wochen an der Frauenklinik zu unüblich vielen Wegweisungen. Die Rede ist von bis zu zehn solcher Fälle. Grund dafür sind offenbar nicht immer übervolle Gebärsäle, sondern oft auch fehlendes Personal. Die Klinik ist seit mehreren Monaten unterbesetzt, da Abgänge im Rahmen der Sparmassnahmen des Kantons oft nicht ersetzt werden. Für einen reibungslosen Ablauf müssten jeweils vier Hebammen im Einsatz stehen – derzeit sind es meist nur drei.

Lukas Zemp, Leiter Kommunikation und Marketing des Luzerner Kantonsspitals (KSLU), bestätigt: «Es stimmt, dass die Frauenklinik des Luzerner Kantonsspitals in den Monaten Juli und August Abweisungen vornehmen musste – vor allem wegen generell erhöhten Geburtszahlen und zusätzlicher Risikogeburten, die mehr Personaleinsatz verlangen.» Diese Situation könne in jedem Spital vorkommen, weil die Geburtshilfe nun mal nicht planbar sei.

Aleksandra Mladenovic

* Namen der Redaktion bekannt.

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