Luzerner Frauennetzwerk verlangt: Geschlechteranteil gehört in die Wahlunterlagen

Das überparteiliche Netzwerk «Frauen Luzern Politik» will, dass der Geschlechteranteil im Luzerner Kantonsrat in der Anordnung für die Wahlen 2019 aufgeführt wird.

Urs-Ueli Schorno
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Das überparteiliche Netzwerk «Frauen Luzern Politik» hat sich zum Ziel gesetzt, bei den kantonalen und nationalen Wahlen 2019 den Frauenanteil in den Parlamenten zu erhöhen.

Ylfete Fanaj (SP, Luzern) hat gemeinsam mit Claudia Bernasconi (CVP, Greppen), Rosy Schmid-Ambauen (FDP, Hildisrieden), Claudia Huser Barmettler (GLP, Luzern) und Rahel Estermann (Grüne, Luzern) im Kantonsrat ein Postulat eingereicht.

Der Vorstoss verlangt vom Regierungsrat, den Geschlechteranteil im Kantonsrat in der Wahlanordnung darzustellen. Damit folgen die Postulantinnen dem Beispiel des Kantons Tessin, der die Geschlechtervertretung in der Anordnung fürs Wahljahr 2015 aufgezeigt hat. Ylfete Fanaj sagt: «Ein solcher Hinweis kann Wählerinnen und Wähler sensibilisieren, Frauen und Männer ausgewogen auf die Listen zu setzen».

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