Corona-Virus: Luzerner Heime verzichten bis jetzt auf besondere Massnahmen

Der Kantonalverband der Pflegeheime im Kanton Luzern stützt sich auf die Empfehlungen des Bunds und des Kantons.

Lukas Nussbaumer
Merken
Drucken
Teilen

Curaviva, der Kantonalverband der Pflegeheime im Kanton Luzern, hält sich «grundsätzlich an die Weisungen des Bundes und des Kantons», wie Präsident Roger Wicki sagt. Eine aktive oder koordinierende Rolle für sämtliche Alters- und Pflegeheime nimmt der Verband demnach nicht ein. Curaviva ist jedoch seit Dienstag Mitglied der kantonalen Taskforce, die von Kantonsarzt Roger Harstall geleitet wird und die sich drei Mal pro Woche trifft.

Kantonsapotheker Stephan Luterbacher beantwortet Leserfragen:

Doch wie setzen Heimangestellte die am Mittwochabend vom Bundesamt für Gesundheit propagierte Devise «Abstand halten» um? Dort, wo es möglich ist. Also beispielsweise in den Caféterias. In der Grundpflege hingegen besteht «de facto kein Abstand zwischen Patient und Betreuer», sagt Roger Wicki. Bei Verdachtsfällen würden die Pfleger aber selbstverständlich Schutzanzüge, Handschuhe und Mundmasken tragen. Ausserdem seien die Heime im Rahmen von Epidemie-Konzepten gut vorbereitet: «Die Vorgehensweise ist beim Corona-Virus die gleiche wie bei einem Noro-Virus.»

Verzicht auf Warnung vor Besuchen in Heimen

Laut Roger Wicki, der das Pflege- und Betreuungshaus «Seeblick» in Sursee leitet, verzichtet Curaviva auch darauf, die Leute vor Besuchen in Heimen zu warnen. «Das tun wir erst, wenn dies der Bund oder der Kanton anordnen.» In Luzern sei man diesbezüglich weniger aufgeregt als etwa in Zürich, wo die Gesundheitsdirektion empfiehlt, Besuche in Alters- und Pflegezentren sowie Spitälern zu minimieren.

Das Pflegehaus Seeblick in Sursee

Das Pflegehaus Seeblick in Sursee

Bild: PD

Präventive Massnahmen treffen aber auch die Luzerner Heime. So wird die auf den 24. März terminierte Heimleiterkonferenz laut Wicki auf Ende Mai oder Anfang Juni verschoben. Ausserdem seien viele öffentliche Anlässe – darunter auch ein Jassturnier im «Seeblick» – in den Heimen abgesagt worden. Und wenn Angestellte kränkeln, bleiben sie zu Hause. Roger Wicki geht da mit gutem Beispiel voran: Er hat gestern von zu Hause aus gearbeitet, weil er nach den Skiferien im Wallis stark erkältet ist.