Luzerner Hilfe für Spitex-Projekt in Rumänien

Der Spitex-Stützpunkt Pro Vita in Brasov, Rumänien, wurde 1998 mit Hilfe des Kantons Luzern errichtet. Dank Privatinitiative und der Unterstützung zweier ehemaliger Luzerner Regierungsräte kann die Rumänienhilfe weitergeführt werden.

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Eine Mitarbeitern von Pro Vita in Brasov im Einsatz. (Bild: PD)

Eine Mitarbeitern von Pro Vita in Brasov im Einsatz. (Bild: PD)

Pro Vita ist der aus der Partnerschaft mit dem Gesundheits- und Sozialdepartement des Kantons Luzern entstandene Spitex-Stützpunkt in der Stadt Brasov im rumänischen Siebenbürgen. Der Stützpunkt bietet seit 1998 als einzige Organisation in Rumänien Spitex-Dienstleistungen mit ausgebildeten Pflegeexpertinnen an. Finanziert wurde Pro Vita durch Beiträge der öffentlichen Hand (Bund und Kanton Luzern) und durch Spendengelder aus der Region Luzern. «Weil sich die öffentliche Hand aus der Finanzierung zurückgezogen hat, befand sich die Spitex-Organisation in dieser rund 280'000 Einwohner zählenden rumänischen Stadt in einer ausweglos scheinenden Situation», schreibt der Verein Rumänienhilfe Luzern in einer Medienmitteilung vom Dienstag.

An der Kickoff Veranstaltung zur Unterstützung dieses gemeinnützigen Projektes nahm eine Kerngruppe der Luzerner Rumänienhilfe teil, die den Spitex-Stützpunkt in Brasov bisher tatkräftig getragen hat. Unter ihnen waren die früheren Gesundheitsdirektoren des Kantons Luzern, Klaus Fellmann und Markus Dürr, die schon seit längerem in engem Kontakt mit dem Projekt stehen. Die Kerngruppe will den Verein Luzerner Rumänienhilfe bei ihren Fundraising Aktionen aktiv unterstützen.

Obwohl inzwischen in der Privatwirtschaft tätig, initiierte Matthias Mütsch, als früherer Kantonsapotheker verantwortlich für das Projekt in Brasov, den Verein Luzerner Rumänienhilfe und sucht entschlossen nach Mitteln und Wegen, um Pro Vita das Überleben zu sichern. «Die Patienten in Brasov dürfen nicht im Stich gelassen werden und das grosse fachliche und finanzielle Engagement aus der Region Luzern für den Spitex- Stützpunkt Pro Vita in Brasov müssen geschützt werden», so Mütsch. Ziel des Vereins Luzerner Rumänienhilfe ist es, die Existenz der seit 1998 erfolgreich betriebenen Spitex langfristig zu sichern. Ohne Hilfe von aussen müsste der Spitex-Stützpunkt geschlossen werden.

pd/zim