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Luzerner Hochschulabsolvent bringt das Internet ins Auto

Der Informatiker Roman Bachmann glaubt, dass das Internet den Strassenverkehr sicherer und komfortabler machen könne.
Manuel Burkhard
Roman Bachmann sammelte Daten, um Verkehrssituationen besser einschätzen zu können. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 10. Juli 2919)

Roman Bachmann sammelte Daten, um Verkehrssituationen besser einschätzen zu können. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 10. Juli 2919)

Computer, Mobiltelefone, Armbanduhren; unser Alltag hängt am Internet. In absehbarer Zukunft werden auch Autos Teil dieses globalen Netzwerks sein, glaubt Roman Bachmann (29).

Der Adligenswiler kennt sich bestens aus, wenn es ums Vernetzen geht. Als Cloud Solution Architect unterstützt er Unternehmen, die ihre Informatiksysteme vernetzen wollen. Gleichzeitig hat er an der Hochschule Luzern – Informatik studiert und nun den MSc in Engineering – Vertiefung ICT abgeschlossen. 80 Prozent Erwerbsarbeit, daneben das Studium; ein beträchtlicher Aufwand. Roman Bachmann, dessen Karriere mit einer Lehre als Informatiker angefangen hat, sagt aber: «Die Kombination von Ausbildung und Praxis war mir immer wichtig.»

Die sogenannte Cloud (englisch: Wolke) – zentral zur Verfügung gestellte Rechenleistung und Speicherplatz, auf die man mit dem eigenen Gerät von überall zugreifen kann – galt auch während des Studiums sein besonderes Interesse: «Location based applications, also Programme, die sich dem jeweiligen Standort anpassen, haben mich immer interessiert.» So hat er sich dann auch in seiner Masterarbeit mit einer Anwendung befasst, in welcher der Standort eine entscheidende Rolle spielt: dem Auto.

Sicherheit, Effizienz und Komfort erhöhen

Man bewegt sich mit hoher Geschwindigkeit und ist gleichzeitig von allen anderen Verkehrsteilnehmern abhängig. Würden sich die Autos in Echtzeit austauschen, brächte dies einige Vorteile mit sich: «Man kann die Sicherheit, die Effizienz und den Komfort erhöhen», erklärt Roman Bachmann. So erfährt man sofort, wenn in der Nähe ein Unfall geschieht oder sich ein Stau bildet. Rettungsfahrzeuge können angekündigt und Routen in Echtzeit angepasst werden.

Wären die Autos direkt miteinander verbunden, wüsste das System stets genau, wer wie schnell wohin fährt. Die Informationen wären also zuverlässig und präzise. Um die Möglichkeiten solcher Cloud Connected Cars auszuloten, hat Roman Bachmann fünf Fahrzeuge mit GPS-Sendern ausgestattet. Während vier Monaten legten diese 36 000 Kilometer zurück. Die gewonnen Daten wertete er mit selbst entwickelten Algorithmen aus. Mit jedem zurückgelegten Kilometer lernte das Programm, die Verkehrssituation einzuschätzen, lernte den jeweiligen Fahrstil kennen und merkte auch, dass ein Elektroauto bei einer längeren Fahrt eine Ladepause einlegen muss. Am Schluss konnte das System die Ankunftszeit an einem beliebigen Zielort auf 90 Sekunden genau berechnen – 30 Minuten vor der Ankunft. Ein Ergebnis, mit dem Roman Bachmann höchst zufrieden ist.

Er geht davon aus, dass die Vernetzung bald auch das Auto erreichen wird. So sagt Bachmann:

«Mögliche Hürden sind nicht technisch, sondern politisch, weil persönliche Daten erhoben werden.»

Seine Arbeit mit Autos ist damit abgeschlossen. Im Beruf wird er aber weiterhin mit der Cloud zu tun haben. Dass jedoch die Abende und Wochenenden nun nach sieben Jahren nicht mehr vom Studium in Beschlag genommen werden, freut ihn natürlich auch.

Das sind die Namen der Diplomierten

Insgesamt wurden 110 Informatik-Absolventinnen und Absolventen von der Hochschule Luzern diplomiert.
Diplomierte Studiengang Bachelor of Science Hochschule Luzern/FHZ in Informatik (61 Diplomierte): Mike Amacker, Susten; Lukas Arnold, Affoltern am Albis; Pascal Baumann, Mettmenstetten; Samuel Berchtold, Giswil; Valentin Berger, St. Gallen; Julian Bigler, Wimmis; Samuel Bittmann, Arbon; Iwan Bolzern, Kriens; Mario Bucher, Wolhusen; Robin Bürgi, Lyss; Pius Dittli, Attinghausen; Michael Duijts, Arbon; Iwan Epp, Schattdorf; Sandro Eugster, Lauwil; Oswald Föhn, Schwyz; Markus Furrer, Luzern; Adrian Gebs, Thun; Florian Gemperle, Cham; Peter Gisler, Malters; Marco Glaus, Hergiswil NW; Mischa Gruber, St. Niklaus VS; Dario Heinzer, Neuheim; Simon Hischier, Oberems; Damir Hodzic, Cham; Kevin Huber, Neuenkirch; Carla Iten, Luzern; Tobias Jaeggi , Luzern; Dorus Janssens, Seewis Dorf; Cyrill Jauner, Mühleberg; Sukirthan Kasipillai, Zug; Markus Kaufmann, Wauwil; Andy Koch, Luzern; Tizian Koller, Grosswangen; Lendrit Malushi, Trimbach; Jony Margelist, Baltschieder; Jonas Marty, Arth; Eve Meier, Zug; Jeremy Meier, Sins; Julian Meier, Luzern; Alan Meile, Auw; Alexander Morard, Lungern; Michael Moser, Luzern; Nino Padrutt, Luzern; Luca Paiva Dias, Visp; Nam Pham, Dierikon; Thushjandan Ponnudurai, Boll; Dario Renggli, Entlebuch; Fabrizio Rohrbach, Sissach; Sandro Roth, Aesch LU; Joel Salzmann, Mörel; Rico Scheller, Neuheim; Lucas Schnüriger, Steinen; Daniel Schumacher, Willisau; Colin Schwarz, Kloten; Joel Steiger, Triengen; Tobias Sturzenegger, Kriens; Cyrille Ulmi, Beromünster; Melvin Werthmüller, Unterägeri; Dane Wicki, Hünenberg; Sandro Wicki, Reiden; Pascal Wullschleger, Stansstad.

Diplomierte Studiengang Bachelor of Science Hochschule Luzern/FHZ in Wirtschaftsinformatik (44 Diplomierte): Paul Aeschlimann, Bern; Jan Baumeler, Grosswangen; Anja Bienz, Emmenbrücke; Remo Blattmann, Cham; Silvia Brun, Luzern; Michael Dünki, Rothenburg; Ivan Duss, Kriens; Patrick Erni, Risch; Linda Graber, Steinhausen; Nicolin Lucas Günter, Oberdorf NW; Marco Gwerder, Brunnen; Celine Hunkeler, Luzern; Linus Huonder, Rotkreuz; Silvan Inderkummen, Leuk Stadt; Martina Jakovcic, Sursee; Timothy Jung, Luzern; Yann Keiser, Küssnacht am Rigi; Ursulina Kölbener, Appenzell; Heidi Kölliker, Thalwil; Vitor Krasniqi, Luzern; Stanley Ho Tak Lam, Biel/Bienne; Thomas Morger, Steinhausen; Luca Muri, Horw; Marc Näf, Kriens; Stefanie Najer, Dagmersellen; Marco Odermatt, Hergiswil NW; Matthias Perrollaz, Naters; Jeremy Peter, Obfelden; Fiona Larissa Pfister, Buchs ZH; Robin Purtschert, Rickenbach SZ; Joel Rodriguez, Baar; Mike Rütti, Lyss; Lino Schafflützel, Rothenthurm; Michael Schröder, Luzern; Kevin Schuler, Rothenthurm; Pirmin Schuler, Sattel; Dominik Stirnimann, Adligenswil; Emanuel Strehler, Ibach; Nico Sturzenegger, Bern; Thushani Thangarajah, Oberwil b. Zug; Aathavan Theivendram, Luzern; Tamara Tomic, Ebikon; Jan Tschopp, Eich; Ovija Vettimayilnathan, Zürich.

Diplomierte Studiengang Master of Science Hochschule Luzern/FHZ in Engineering Technik + IT FTAL (5 Diplomierte): Roman Bachmann, Ebikon; Sandro Cilurzo, Intragna; Matthias Eiholzer, Geuensee; David Jenni, Sempach; Marco Zurmühle, Sarnen. (pd)

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