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Luzerner Jugendzirkus stellt eine Königin in die Manege

Der Besuch von Victoria vor 150 Jahren in Luzern inspirierte den Zirkus Tortellini zu seinem neusten Stück.
Sabina South
Eine Szene aus dem Stück «Countess of Kent». (Bilder: PD/Moritz Suter)

Eine Szene aus dem Stück «Countess of Kent». (Bilder: PD/Moritz Suter)

Es duftet nach Popcorn und Zuckerwatte. Die Luzerner Stadtpolizei ist auf Fahrrädern unterwegs, jonglierende Strassenkinder tummeln sich vor dem Hotel Schweizerhof und immer wieder der Ruf des Zeitungsjungen: «Extrablatt, Extrablatt!»

Freitagabend war Markttag im viktorianischen Luzern. Dieses befand sich auf der Bühne des voll besetzten Theaters Pavillon. Mit seiner neusten Produktion «Countess of Kent» reist der Jugendzirkus Tortellini 150 Jahre zurück in die Vergangenheit und hält Audienz mit Queen Victoria und ihren beiden Töchtern, Prinzessin Beatrice und Prinzessin Alice.

Der Besuch der Königin von England beruht auf historischen Tatsachen und inspirierte das 16-köpfige Ensemble des Jugendzirkus, eine eigene Version der Geschichte zu erzählen. Während Königin Victoria im Hotel Schweizerhof ihrem verstorbenen Mann Albert nachtrauert, bemühen sich die Luzerner Behörden, die Stadt perfekt erscheinen zu lassen, was zu einem Konflikt mit musizierenden Strassenkindern führt.

Oberdiener der Königin sorgen für Lacher

Unter der künstlerischen Leitung von Nina Halpern erarbeiteten die Tortellinis das Theater-Zirkusstück gemeinsam und schafften es, die Handlung mit vielseitigen artistischen Genres zu verschmelzen. Sanduhren fliegen anstelle von Diabolos durch die Luft. Das Vertikalseil dient als Leiter und der darauf vorgeführte akrobatische Akt ermöglicht einen Blick ins Schlafgemach der Königin. Mit Hilfe des Rhönrads akzentuieren zwei zu Unrecht beschuldigte Strassenmädchen ihre Ratlosigkeit. Urkomische Szenen vom Oberdiener der Königin sorgen in regelmässigen Abständen für Lacher. Ein unterhaltsames Potpourri der Künste, das mühelos wirkt, aber eine akribische Zusammenarbeit erfordert.

«Alle im Team sind abhängig voneinander und tragen Verantwortung», betont Lisa Brunner, die zum zweiten Mal die musikalische Leitung übernommen hat. Daneben sorgten Noemi Hunkeler für die Szenografie und Frieda Gysin für die Kostüme.

Die zwischen 9- und 21-jährigen Tortellinis schlüpfen in dem Stück in mehrere Spielrollen und besetzen selbst die Instrumente des zirkuseigenen Orchesters. Doch kann die Königin mit dieser extra Portion artistischer Vielfalt aus dem Trauerloch gelockt werden? Abwarten und den Tee im Theater Pavillon trinken gehen.

Hinweis: Das Stück wird noch bis am 7. September aufgeführt. Infos auf www.countess-of-kent.ch.

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