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Interview

Luzerner Kandidat bei «Switzerland's Next Topmodel»: Vom Bau vor die Kamera

Am Freitag startet die erste Staffel von «Switzerland's Next Topmodel». Im Interview erzählt der Luzerner Kandidat Sandro* (26) von seiner Teilnahme bei der Schweizer Version der bekannten TV-Casting-Show – und wieso er in den sozialen Medien zurückhaltend auftritt.
Zéline Odermatt
Der 26-jährige Sandro kämpft um den Titel «Switzerland's Next Topmodel». (Bild: ProSieben Schweiz)

Der 26-jährige Sandro kämpft um den Titel «Switzerland's Next Topmodel». (Bild: ProSieben Schweiz)

Der Werdegang des Stadtluzerners liest sich wie der Traum vieler junger Menschen, die in der Modebranche durchstarten wollen – und doch sieht er nicht aus wie ein typisches Model. Denn zunächst fallen die vielen Tattoos des 26-Jährigen auf.

Sandro, erzähl uns etwas über deinen Hintergrund. Wo und wie bist du gross geworden?

Ich bin in der Büttenen in Luzern aufgewachsen und habe hier auch die Grundschule gemacht. Ich besuchte den Vorkurs an der Kunstschule in Luzern, nachdem ich vorher zwei Lehren angefangen und abgebrochen habe. Nach dem Vorkurs habe ich eine Zeit lang auf dem Bau gearbeitet.

Wieso machst du bei «Switzerland's Next Topmodel» mit?

Meine Freundin hat mich angemeldet. Ich dachte zunächst, dass das nichts für mich ist. Ich habe mir so etwas Ähnliches wie die Fernsehsendung «Bachelor» auf 3+ vorgestellt. Dann hat mich meine Freundin umgestimmt und gesagt, dass ich dabei nichts verlieren kann.

Konntest du schon vor der Show als Model Erfahrungen sammeln?

2015 wurde ich auf Instagram entdeckt und einige Tage später sass ich im Flugzeug nach Los Angeles für die Fashion Week. Danach ging es weiter nach Miami und später nach Mailand. Auch in New York habe ich schon gemodelt.

Das liest sich wie der Traum eines jeden Models. Wie konntest du hier alles so rasch stehen und liegen lassen?

Auf dem Bau konnte ich kommen und gehen wie ich wollte. Ich war dann zwei Jahre immer unterwegs. Man weiss aber nie, wann neue Aufträge reinkommen und das hat mich irgendwann zu sehr gestresst. Auch wegen der Familie, bin ich dann zurück in die Schweiz. Hier habe ich ein sicheres Einkommen. Mein Chef auf dem Bau ist sehr flexibel und ich kann nebenbei modeln. Mein Ziel ist es, die Bauführer-Schule zu machen.

Viele Models vermarkten sich heute über die sozialen Medien. Wie trittst du auf Instagram auf?

Ich überlege sehr gut, bevor ich Bilder poste. Instagram ist für mich eine Plattform, um meine professionellen Fotos zu teilen. Privates poste ich sehr selten. Da bleibt man länger interessant, wenn man nicht drei Mal täglich etwas Neues hochlädt.

Wie gehst du damit um, wenn Fotos von dir retuschiert werden?

Daran habe ich mich gewöhnt. Es gibt natürlich immer auch Retuschen, die mir nicht gefallen. Das sehe ich dann einfach als Stil des Fotografen oder Auftraggebers. Wenn ich Fotos für mein Portfolio schiesse, dann kann ich über die Bilder entscheiden. Bei einem Job nicht.

Was gefällt dir besonders an Luzern?

Die Stadt ist mega gemütlich, nicht zu gross und nicht zu klein. Wenn ich in der Schweiz bleibe, dann sicher in Luzern. Andere machen hier Ferien und wir wohnen hier. Mein Traum ist es aber, nach Los Angeles zu ziehen.

Konkurrenz aus St. Erhard

(Bild: ProSieben Schweiz)

(Bild: ProSieben Schweiz)

Neben Sandro ist auch ein weiteres Model aus Luzern eine der 24 Casting-Show-Teilnehmer: Ariana aus St. Erhard. Sie lebt dort mit ihrer Mutter und ihren jüngeren Zwillingsschwestern.

Die 19-Jährige studiert Rechtswissenschaften. Auch sie hat bereits Erfahrung in der Modewelt. Die Luzernerin gewann 2017 den Titel als «Miss Water Schweiz».

Welche Erfahrungen hast du bei «Switzerland's Next Topmodel» gemacht?

Es ist ein sehr professionelles Format. Es war super, dadurch neue Leute kennenlernen zu können.

Wie haben sich die Teilnehmer verstanden, da ja beide Geschlechter bei der Show vertreten sind?

Ich finde es gut, dass es gemixt ist. Nur mit Typen wäre es vielleicht langweilig und nur mit Frauen, wie das im deutschen Format der Fall ist, gäbe es vielleicht mehr Zickenkrieg. So war es eine lockere Atmosphäre.

Von diesen Shows kennt man ja, dass die Teilnehmer mit Mutproben herausgefordert werden. Was wäre etwas, bei dem du dich überwinden müsstest?

Ich mache so ziemlich alles mit. Ich habe keine Höhenangst und bin ein Reptilienfreund. Ich hatte früher selber Schlangen und deshalb keine Angst, eher Respekt.

Warst du nervös, vor der Kamera zu stehen?

Ich bin mir die Kameras bereits gewöhnt. In New York an der Fashion Week wird jeweils auch gefilmt. Aber am Anfang ist man dennoch recht aufgeregt. Nach einiger Zeit lernt man die Leute aber besser kennen, auch jene hinter der Kamera. Dann wird alles lockerer.

Was erhoffst du dir für die Zukunft?

Ich will mehr Jobs machen, mehr Kampagnen. Und nebenbei Kontakte knüpfen. Ich möchte gleichzeitig aber auch durch meinen Job auf dem Bau finanziell abgesichert bleiben.

* Zum Schutz der Kandidatin verbietet Pro 7 die Nennung des Nachnamens.

Die erste Staffel von «Switzerland's Next Topmodel» startet am Freitag, 19. Oktober um 20.15 Uhr auf ProSieben Schweiz. Moderatorin ist das Schweizer Model Manuela Frey.

Sandros Instagram finden Sie hier: www.instagram.com/sandroyves

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