luzerner Kantonalbank

Luzerner Härtefallregelung: Ex-Banker leitet Expertenteam

Die Luzerner Härtefallgesuche werden von einem Team um den ehemaligen Kantonalbankchef Fritz Studer geprüft. Derweil will der Kanton Mitte Januar eine erste Bilanz ziehen.

Alexander von Däniken
Drucken
Teilen

Jetzt ist klar, wer die Härtefallgesuche prüft, die von Luzerner Unternehmen eingehen. Die Expertengruppe wird geleitet von Fritz Studer, dem ehemaligen CEO und Verwaltungsratspräsidenten der Luzerner Kantonalbank, wie das Finanzdepartement auf Anfrage mitteilt. Sein Stellvertreter ist Heinz Bösch, Departementssekretär des kantonalen Finanzdepartements.

Ex-LUKB-Chef Fritz Studer.

Ex-LUKB-Chef Fritz Studer.

Dominik Wunderli (28.11.2014)

Zum Team gehören Markus Winkler (ehemals Beratungsunternehmen Balmer-Etienne), Eva Wolfisberg (ehemalige Kantonsrichterin), Claudia Ineichen (Geschäftsführerin Rütli-Stiftung), Samuel Graf (Abteilungsleiter Wirtschaftsentwicklung bei der kantonalen Dienststelle Raum und Wirtschaft), Urs Kreiliger (Geschäftsbereichsleiter Juristische Personen bei der kantonalen Dienststelle Steuern), Ivan Buck (Direktor der Wirtschaftsförderung Luzern), Martin Bucherer (Leiter WAS Wirtschaft und Arbeit) sowie Natanael Rother (Bereichsleiter Finanzausgleich beim kantonalen Finanzdepartement).

Zwischenbilanz Mitte Januar erwartet

Die Gesuche können seit dem 15. Dezember via Online-Formular eingereicht werden. Das kantonale Finanzdepartement wird Mitte Januar eine erste Zwischenbilanz ziehen. Die kantonale Härtefallregelung umfasst 25 Millionen Franken, davon stammen 8,58 Millionen Franken vom Bund. 3 Millionen Franken sind als nicht rückzahlbare Beiträge gedacht, der Rest als Kreditbürgschaft. Die ersten Beiträge werden ab dem 4. Februar ausbezahlt.

Noch ist unklar, wie stark die Nachfrage nach der Härtefallhilfe sein wird. Die wirtschaftliche Situation ist je nach Branche angespannt. So verzeichnen Hotels und Restaurants hohe Einbussen. Derweil stieg im November 2020 die Zahl der registrierten Arbeitslosen im Kanton Luzern um 124 auf 5441 Personen. Dies entspricht einem Anstieg um 2,3 Prozent. 2,3 Prozent beträgt auch die Arbeitslosenquote, wie aktuelle Zahlen von Lustat Statistik Luzern zeigen.