Luzerner Kantonalbank steigert Gewinn

Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat im ersten Semester 2012 dank des Zinsengeschäftes und tieferen Kosten mehr verdient als vor einem Jahr. Der Unternehmensgewinn stieg um 3,8 Prozent auf 90,0 Mio. Franken, der Konzerngewinn um 8,4 Prozent auf 83,6 Mio. Franken.

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Die Luzerner Kantonalbank an der Pilatusstrasse in Luzern. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Luzerner Kantonalbank an der Pilatusstrasse in Luzern. (Bild: Archiv Neue LZ)

Bankdirektor Bernard Kobler bezeichnete am Dienstag das Ergebnis als «solid und gut». Allerdings hätten sich die Erträge uneinheitlich entwickelt.

Wichtigster Ertragspfeiler der börsenkotierten Bank sind die Zinsen, die 75 Prozent zum Bruttoerfolg von 219,5 Mio. Fr. (-0,4 Prozent) beitrugen. Der Erfolg aus diesem Geschäft nahm um 2,4 Prozent auf 165,3 Mio. Fr. zu.

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sank wegen den Unsicherheiten an den Finanzmärkten um 12,8 Prozent auf 38,3 Mio. Franken. Fast konstant war der Handelsertrag mit 12,2 Mio. Franken (+0,8 Prozent).

Immobilienmarkt nicht anheizen

Kobler wies darauf hin, dass der Hauptmarkt der LUKB, der Wirtschaftsraum Luzern, gut dastehe. Bei den Luzerner KMU sei der Geschäftsgang weniger von der konjunkturellen Grosswetterlage als vom Profil der einzelnen Unternehmen abhängig.

Weiterhin gut läuft im Kanton Luzern der Wohnungsbau. Bei hochpreisigen Immobilien, die sich nicht an Top-Lagen befänden, zeigten sich indes Sättigungstendenzen, sagte Kobler. Es sei eine gute Entwicklung, wenn der Markt gewisse Grenzen setze.

Die von der LUKB gewährten Hypotheken beliefen sich Mitte 2012 auf 18,357 Mrd. Franken. Das Wachstum gegenüber Ende 2011 betrug 2 Prozent und lag unter den Werten der letzten Semester.

Insgesamt wuchsen die Kundenausleihungen im ersten Halbjahr 2012 um 1,6 Prozent auf 22,218 Mrd. Franken, dies gegenüber 5,7 Prozent im gesamten 2011. Die verwalteten Kundenvermögen dagegen nahmen im ersten Semester 2012 um 3,1 Prozent auf 25,914 Mrd. Fr. zu.

Kobler sagte, die LUKB habe das Wachstum bei den Hypotheken bewusst verlangsamt und ihre konservative Kreditpolitik verschärft. Sie habe damit beruhigend auf den Immobilienmarkt wirken wollen.

Die durchschnittliche Belehnung der Wohnliegenschaften liegt bei der LUKB gemäss Kobler bei 58,2 Prozent. Eine Belehnung von über 80 Prozent gibt es nur bei 0,5 Prozent der Kredite.

Trotz der gestiegenen Geschäftsvolumina konnte die LUKB den Geschäftsaufwand senken, und zwar um 1,9 Prozent auf 103,2 Mio. Franken. Gesenkt werden konnte sowohl der Personal- als auch der Sachaufwand. Der Bruttogewinn (operativer Ertrag abzüglich Geschäftsaufwand) stieg um 1,0 Prozent auf 116,3 Mio. Franken.

Selbstdeklaration eingeführt

Das grenzüberschreitende Geschäft will die LUKB auf ausgewählte Länder beschränken. Betreut werden sollen diese Kunden von einer spezialisierten Einheit.

Von im Ausland lebenden Neukunden wird seit Mitte Jahr eine Bestätigung verlangt, dass sie der ordentlichen Steuerpflicht in ihrem Land nachkommen würden. Es sei aber nicht Aufgabe der Bank zu prüfen, ob die Steuern bezahlt würden, sagte Kobler.

sda/zim