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Luzerner Kantonsräte diskutieren über Mitsprache des Jugendparlaments

Zwar sieht das Luzerner Kantonsparlament derzeit keinen Handlungsbedarf bei der Förderung digitaler Lehrmittel, nimmt eine entsprechende Petition des Jugendparlaments aber zur Kenntnis. Diskutiert wurde allerdings vor allem der Einfluss der Jugendlichen.
Roseline Troxler
Kantonale Jugendsession im Regierungsgebäude in Luzern. Jugendliche diskutieren in Gruppen über aktuelle Themen. (Bild: Manuela Jans-Koch, Luzern, 28. Oktober 2016)

Kantonale Jugendsession im Regierungsgebäude in Luzern. Jugendliche diskutieren in Gruppen über aktuelle Themen. (Bild: Manuela Jans-Koch, Luzern, 28. Oktober 2016)

Bei der Jugendsession 2018 hat das Luzerner Jugendparlament unter anderem das Thema Digitalisierung vertieft. Am Ende der Veranstaltung wurde von den Jugendlichen eine Petition an den Kantonsrat überwiesen, die verlangt, dass bestehende Lehrmittel digitalisiert werden (wir berichteten). Ausserdem fordert die Petition die Förderung digital interaktiver Lehrmittel.

Die Petition war am Montag im Luzerner Kantonsrat traktandiert. Das Parlament folgte dem Antrag der Kommission Erziehung, Bildung und Kultur (EBKK), die Petition zur Kenntnis zu nehmen. EBKK-Präsidentin Helene Meyer-Jenni (SP, Kriens) betonte in ihrem Votum: «Die Kommission kann die Einschätzung der Petitionäre nachvollziehen. Auch sie sieht bei den Lehrmitteln und den Lehrpersonen einen deutlichen Optimierungsbedarf.» So seien weitere Schritte zur Förderung digitaler Lehrmittel notwendig. «Die Mehrheit der Kommission sieht die Entwicklung allerdings auf guten Wegen.» Auf weitere Massnahmen seitens Parlament könne daher verzichtet werden. Die Kantonsräte folgten dem Antrag einstimmig.

Politiker regen Vorstossrecht an

Die Kantonsräte, welche das Wort ergriffen, waren sich allerdings ebenfalls einig: Es braucht eine grössere Wertschätzung der Arbeit des Jugendparlaments. Urban Sager (Luzern) von der SP sagte: «Die Problematik besteht darin, dass die Möglichkeit des Jugendparlaments beschränkt ist.» Und er kündigte an, sich mit den Jugendlichen zusammenzusetzen und einen griffigen Vorstoss auszuarbeiten. Auch für Monique Frey (Grüne, Emmen) braucht es eine andere Form der Eingabe für das Jugendparlament: «Es soll möglich sein, dass es Vorstösse einbringen können.»

Roger Zurbriggen (CVP, Neuenkirch) bedauerte in seinem Votum: «Die Anliegen der Jugendlichen versanden hier. Sie erhalten kein Echo zurück.» Es stelle sich die Frage, wie künftig mit den Anliegen der Jugendlichen umgegangen werde. Über eine entsprechende Anfrage seines Parteikollegen Daniel Gasser (Ebikon) zur Stellung des Jugendparlaments soll noch in der aktuellen Session diskutiert werden.

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