Luzerner Kantonsrat hat nichts gegen Outsourcing der Reinigung

Die Luzerner Regierungsgebäude an der Bahnhofstrasse sollen nicht von Kantonsangestellten geputzt werden. Der Kantonsrat hat am Montag ein Postulat abgelehnt, das wollte, dass die Auslagerung der Gebäudereinigung rückgängig machen wollte.

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(sda) Die Luzerner Verwaltungsbauten werden durch externe Reinigungsfirmen gereinigt. Ausgenommen davon waren die drei Regierungs-und Verwaltungsgebäude an der Bahnhofstrasse in Luzern, bei denen die Reinigung durch Personal der Dienststelle Immobilien erfolgt.

Im Rahmen eines Sparpakets entschied sich der Kanton für eine Auslagerung der Reinigung dieser drei Gebäude. Ein Kostenvergleich habe klar gezeigt, dass der Markt in der Lage sei, die geforderten Reinigungsleistungen zu deutlich geringeren Kosten zu erbringen, erklärte der Regierungsrat.

Die betroffenen Reinigungsmitarbeitenden erhalten von ihrem neuen Arbeitgeber eine Anstellung für drei Jahre ab. Der Kanton subventioniert eine Lohn- und Beschäftigungsgarantie. Von dieser Auslagerung seien insgesamt sechs Personen betroffen, erklärte der Regierungsrat.

Postulant Urban Sager (SP) kritisierte die Auslagerung. Der Kanton habe die Pflicht, auch Personen mit tieferer Wertschöpfung zu beschäftigen, sagte er im Kantonsrat. Bei einer Auslagerungen würden die Löhne sinken und die Sorgfalt gehe verloren.

Marcel Omlin (SVP) gab Sager Recht, dass bei einem Outsourcing die Leistung nicht immer stimme. Die Reinigung sei aber ein Massengeschäft. Luzern könne mit einer Auslagerung Geld sparen und Ressourcen optimieren. Die Auslagerung sei sinnvoll, der Staat solle sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren, sagte Franz Räber (FDP). Eine Rückgängigmachung der Auslagerung sei deswegen nicht angezeigt.

Ursula Berset (GLP) sagte, die Reinigung kantonaler Gebäude könne gut auswärtigen Profis anvertraut werden. Es sei richtig, dass das Lohnniveau in der Reinigung tief sei, doch dafür gebe es einen Gesamtarbeitsvertrag. Die GLP sei dagegen, dass der Kanton höhere Löhne zahle als der Markt.

Unterstützung erhielt die SP nur von den Grünen. Deren Sprecher Samuel Zbinden sagte, Auslagerungen seien ein bewusster Entscheid für «Sparwut und gegen das Personal».