Luzerner Kantonsrat steht hinter Universitäts-Vereinbarung

Für den Kanton Luzern entstehen dank einer neuen Universitäts-Vereinbarung etwas tiefere Kosten.

Lukas Nussbaumer
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Die Interkantonale Universitäts-Vereinbarung (IUV) legt fest, welche Beiträge ein Kanton für seine Bürger, die an ausserkantonalen Unis studieren, zu bezahlen hat. Der Luzerner Kantonsrat hat die IUV am Montag einstimmig und ohne Diskussionen gutgeheissen.

Je nach Fachbereich müssen die Kantone zwischen 10'600 Franken (Geistes- und Sozialwissenschaften) und 51'400 Franken (Medizin ab dem 3. Studienjahr) pro Person und Jahr zahlen. Zurzeit überweist Luzern für auswärts studierende Kantonsangehörige IUV-Beiträge von rund 48 Millionen Franken pro Jahr. Die übrigen Kantone überweisen dem Kanton rund 14 Millionen Franken für ihre Studenten an der Uni Luzern. Laut Modellrechnungen wird der Kanton Luzern mit der neuen Vereinbarung leicht entlastet – um etwa 0,7 Millionen Franken pro Jahr.

Die Mehrheit der Luzerner studiert auswärts

Von den 150'000 Studentinnen und Studenten an den Schweizer Universitäten stammen aktuell rund 5000 aus dem Kanton Luzern. Von diesen sind rund 760 an der Uni Luzern und 4250 an einer ausserkantonalen Universität eingeschrieben.

Die Interkantonale Universitäts-Vereinbarung (IUV) berücksichtigt zehn kantonale Universitäten (Basel, Bern, Freiburg, Genf, Lausanne, Luzern, Neuenburg, St. Gallen, Tessin, Zürich) sowie zwei als Stiftungen organisierte Hochschulinstitutionen. Die Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Zürich und Lausanne sind zwar ebenfalls universitäre Hochschulen. Da diese vom Bund finanziert sind, werden aber keine IUV-Beiträge geleistet. Für Fachhochschulen sowie pädagogische Hochschulen besteht die Interkantonale Fachhochschulvereinbarung.