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Luzerner Kantonsrat zündet für die Umfahrungen von Wolhusen, Hochdorf und Eschenbach den Turbo

Der Luzerner Kantonsrat heisst das Bauprogramm 2019–2022 für die Kantonsstrassen
gut. Dabei will er bei drei Umfahrungen die Planung beschleunigen – entgegen dem Ansinnen der Regierung.
Evelyne Fischer
Die Eröffnung der Umfahrung Wolhusen wird schon mal geübt, von der IG Umfahrung Wolhusen. (Bild: Boris Bürgisser, 27. November 2017)

Die Eröffnung der Umfahrung Wolhusen wird schon mal geübt, von der IG Umfahrung Wolhusen. (Bild: Boris Bürgisser, 27. November 2017)

Auf der Luzerner Landschaft gibt es Grund zum Jubeln: Mit jeweils grossen Mehrheiten hat der Kantonsrat am Montag beim Beraten des Bauprogramms für die Kantonsstrassen 2019–2022 das Anpacken der Umfahrungen von Wolhusen, Hochdorf und Eschenbach beschleunigt. Konkret hat die vorberatende Kommission Verkehr und Bau unter dem Vorsitz von Rolf Bossart (SVP, Schenkon) erfolgreich beantragt, insgesamt 6,3 Millionen Franken für die Planung der Umfahrungen in den Topf A zu verschieben.

Zur Erinnerung: Im Topf A sind Projekte, die bis 2022 geplant oder gebaut werden. In den Topf B kommen zu planende Vorhaben. Der Rest befindet sich in Warteposition im Topf C.

Baudirektor mahnt zur Bescheidenheit

Während bürgerliche Kantonsräte wie Pius Kaufmann (CVP, Wiggen) oder Guido Bucher (FDP, Flühli) für die «Grossprojekte auf der Landschaft» weibelten, opponierten SP, Grüne stets einstimmig und die GLP mehrheitlich gegen die vorgezogenen Planungsgelder. Auch Baudirektor Robert Küng (FDP) war über die Pläne der Mehrheit der Parlamentarier nicht erfreut. «Sie sind äusserst grosszügig, zu grosszügig», sagte der Regierungspräsident. Angesichts der zur Verfügung stehenden Ressourcen sei es nicht sinnvoll, noch mehr in den Topf A hineinzupacken. «Machen Sie uns dann bitte in vier Jahren nicht den Vorwurf, man habe die 6,3 Millionen Franken nicht aufgebraucht.»

In Kürze nun einige Stichworte zu besagten Strassenprojekten:

  • Umfahrung Wolhusen: 110 Millionen Franken soll das Projekt kosten, nun wurden 2,3 Millionen Franken für die Planung in Topf A eingestellt, ursprünglich befanden sich 1,8 Millionen in Topf B. Gegen diese Verschiebung votierte etwa Daniel Keller (SVP, Udligenswil) – entgegen der Mehrheit seiner Fraktion. Denn der Tunnel bringe nur eine Entlastung von 21,5 Prozent.
  • Umfahrung Hochdorf: Bekannt sind bislang die Planungskosten von 2,5 Millionen Franken. Mit dem Argument des Kulturlandverlustes lehnten es etwa Josef Schuler (SP, Hitzkirch) und Markus Odermatt, (CVP, Ballwil) ab, 2 Millionen vom Topf B in den Topf A zu verschieben.
  • Umfahrung Eschenbach: Auch hierzu wurden bislang einzig Planungskosten von 2,5 Millionen Franken angegeben.

Umfahrung Beromünster: Petition bleibt ohne Wirkung

Zu reden gab überdies eine weitere Umfahrung: So hat der Kantonsrat die Petition «Für Alli s ‘Best - nämlich Umfahrig West!» für die Entlastung des Fleckens Beromünster zwar zur Kenntnis genommen, diesem Wunsch könne aber nicht stattgegeben werden, sagte VBK-Präsident Rolf Bossart. Das 60-Millionen-Projekt der Ost- und Westumfahrung bedinge eine Volksabstimmung.

«Das Projekt zur Umfahrung Beromünster ist aktuell zu teuer, der Verkehr wird bloss verlagert.»

Yvonne Zemp Baumgartner, SP-Kantonsrätin aus Sursee

Derweil versuchte SP-Kantonsrätin Yvonne Zemp Baumgartner (Sursee), die für die Umfahrung von Beromünster in Topf A eingestellten Gelder, in den Topf B zu verschieben. Das Projekt sei aktuell zu teuer, der Verkehr werde bloss verlagert. Momentan sei das Projekt noch nicht «Für Alli s’Best», so Zemp. Ihr Antrag wurde aber mit 87 zu 22 Stimmen bei einer Enthaltung abgeschmettert.

In der Schlussabstimmung ist das Bauprogramm für Kantonsstrassen von 2019–2022 mit 104 zu 7 Stimmen bei einer Enthaltung gutgeheissen worden. Keinen Zuspruch gab’s von den Grünen. Das Bauprogramm umfasst rund 200 Projekte, 87 kamen neu hinzu. Insgesamt stehen gemäss Aufgaben- und Finanzplan jährlich zwischen 54,7 und 58,7 Millionen Franken zur Verfügung.

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