LUZERNER KANTONSSPITAL: Erste «Radialis-Lounge» der Schweiz eröffnet

Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) eröffnet die schweizweit erste «Radialis-Lounge». Diese ermöglicht die schnellere Mobilisation von Patienten, die an den Herzkranzgefässen behandelt worden sind.

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Jacqueline Eric, Pflegefachperson, bei der Betreuung einer der ersten Patienten der Radialis-Lounge. (Bild: PD)

Jacqueline Eric, Pflegefachperson, bei der Betreuung einer der ersten Patienten der Radialis-Lounge. (Bild: PD)

Die neu eröffnete «Radialis-Lounge» am Luzenrer Kantonsspital (LUKS) verfügt über vier Sessel, die Patienten nach einer Untersuchung oder einem Eingriff an den Herzkranzgefässen zur Verfügung stehen. Die Herzkatheter-Untersuchung erfolgt über den sogenannten Radialis-Zugang, der über den Arm gelegt wird. Dieser wird ambulant durchgeführt und setzt keine Vollnarkose voraus. Der Patient verweilt nach dem Eingriff sechs Stunden zur Beobachtung in der «Radialis-Lounge», wie das LUKS am Montag mitteilte. Dabei kann er sich aber frei bewegen und muss nicht im Bett liegen wie beispielsweise beim Zugang über die Leiste.

«Es ist wichtig, dass der Patient bereits kurz nach dem Eingriff aufsteht und sich bewegt», erklärt Florim Cuculi, Oberarzt m. b. F. Kardiologie, LUKS Luzern. Die Verwendung von Sesseln statt gewohnten Spitalbetten animiert den Patienten, sich freier zu bewegen. Dies ermöglicht dem Patienten das Austesten von Möglichkeiten und Grenzen in einer überwachten Umgebung.

Modernes Verfahren

Die Fachspezialisten der Kardiologie führen den radialen Zugang routinemässig seit drei Jahren am LUKS durch, mit steigender Tendenz. Bisher wurde für diese Untersuchung ein Zugang durch die Leiste gewählt. «Die Punktion der Arteria Radialis am Arm ermöglicht eine geringere Komplikationsrate», erklärt Florim Cuculi die Vorteile des neuen Verfahrens. Ziel ist das Erweitern verengter Herzkranzgefässe, damit der Herzmuskel wieder ausreichend mit Blut versorgt und einem Herzinfarkt vorgebeugt wird.

pd/zim