Luzerner Kantonsspital führt ÖV-Abo für Mitarbeiter wieder ein

Das Luzerner Kantonsspital führt das vor einem Jahr sistierte Job-Abo ab dem 1. Januar wieder ein. Mit dem Abo beteiligt sich das Spital an den ÖV-Kosten seiner Mitarbeiter – und will so Anreize für Anreise mit dem Zug oder Bus setzen.

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(zfo) Vor einem Jahr strich das Luzerner Kantonsspital (Luks) seinen Mitarbeitern das Job-Abo. Das Brisante daran: Die Schaffung des neu gebauten Parkhauses mit 600 Parkplätzen am Kantonsspital war von der Stadt Luzern erlaubt worden unter der Auflage, dass den Angestellten solche Job-Abos bezahlt werden

Das Parkhaus des Luzerner Kantonsspital von der Friedentalstrasse aus  fotografiert. (Bild: Dominik Wunderli, 15. Februar 2019)

Das Parkhaus des Luzerner Kantonsspital von der Friedentalstrasse aus fotografiert. (Bild: Dominik Wunderli, 15. Februar 2019)

Im Februar 2019 nahm das Luks Stellung und schrieb, dass das Job-Abo lediglich aus finanziellen Gründen für ein Jahr sistiert worden sei. 

Nun wird das Abo für die Mitarbeiter ab 1. Januar 2020 wieder eingeführt. Das Luks beteiligt sich mit bis zu 400 Franken jährlich an den ÖV-Abos seiner Mitarbeiter. Die Höhe des ausgerichteten Beitrags sei abhängig vom Arbeitspensum.

Denjenigen Mitarbeitenden, die Anrecht auf eine Parkbewilligung haben, soll so gezielt ein Anreiz für den Umstieg auf den öV geboten werden. «Sie können vom Angebot profitieren», sagt Florentin Eiholzer, Leiter Betrieb und Infrastruktur. Ausgenommen vom Angebot sind indes Mitarbeitende, die innerhalb des sogenannten Sperrkreises wohnen. Sie erhalten kein Job-Abo, da sie bereits heute nicht mit dem Auto anreisen sollten. Der erwähnte Sperrkreis umfasst aktuell 20 Gemeinden rund um Luzern und sei zur Entlastung der Verkehrssituation rund um das Spitalareal eingeführt worden.

Neue Veloparkplätze und Buslinie 30

Nebst der Bildung eines Sperrkreises und der Einführung des Job-Abos habe das LUKS auch in seine Infrastruktur investiert. So wurden eine neue Fussgänger-Passarelle, ein neuer Express-Lift und zwei grössere, überdachte Bushaltestellen erstellt sowie ein Nachttaxi-Service für Mitarbeitende eingerichtet. «Dank dieser Massnahmen konnte in den letzten Jahren am Standort Luzern der Anteil des öffentlichen Verkehrs im Modalsplit deutlich gesteigert werden», so das Luks in der Mitteilung.

Im Jahr 2014 kamen am Standort Luzern noch rund 48 Prozent der Mitarbeitenden mit dem Auto zur Arbeit, heute sind es noch 32 Prozent. Mit dem ÖV reisten 2014 18 Prozent und mit dem Velo 19 Prozent an. Aktuell benutzen bereits 38 Prozent den ÖV und 21 Prozent das Velo oder E-Bike.

Im Verlauf des nächsten Jahres werde die Zahl der Veloparkplätze deutlich erhöht. Ab 15. Dezember 2019 bringe die neue Buslinie 30 zwischen Ebikon und Littau zudem weitere Verbesserungen.

Stellungnahme des Kantonsspitals Luzern zur Aufhebung der Job-Abos

Die Leitung des Kantonsspitals Luzern hat im Januar 2019 in einem Schreiben an die Mitarbeitenden bekannt gegeben, dass ab sofort keine Vergünstigungen für ÖV-Abos mehr gewährt werden. Dies obwohl die sogenannten Job-Abos eine Bedingung waren für den Bau eines neuen Parkhauses mit 600 Plätzen. LUKS-Sprecher Beat Fischer nimmt schriftlich Stellung.
Lena Berger