Luzerner Kantonsspital: Nur 70 Prozent der Patientenrechnungen erledigt

Das Luzerner Kantonsspital ist in Verzug mit den Rechnungen. Das hat zwei Gründe: der Tarmed-Eingriff des Bundes und das neue Betriebssystem. Im laufenden Jahr soll der Rückstand aufgeholt werden.

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Das Luzerner Kantonsspital ist zuversichtlich, die pendenten Rechnungen im laufenden Jahr erledigen zu können. (Bild: Pius Amrein, 18. Februar 2019)

Das Luzerner Kantonsspital ist zuversichtlich, die pendenten Rechnungen im laufenden Jahr erledigen zu können. (Bild: Pius Amrein, 18. Februar 2019)

(kuy) Die Ausgaben der Krankenkasse Concordia für Spitalbehandlungen, Arztbesuche und Medikamente sind im Jahr 2018 um rund 2 Prozent tiefer ausgefallen als in der Vorjahresperiode. So kann die Kasse mit Sitz in Luzern heuer total 108 Millionen Franken an die Versicherten auszahlen. Gemäss Concordia-CEO Nikolai Dittli liegt das unter anderem daran, dass viele Spitäler und Ärzte mit der Rechnungsstellung im Rückstand sind.

So etwa das Luzerner Kantonsspital (Luks). Durch die Tarmed-Revision des Bundesrates sowie der Umstellung der gesamten administrativen Betriebssoftware auf ein neues System sei es zu Verzögerungen bei der Rechnungsstellung gekommen, teilt Hansjörg Schmid, Departementsleiter Finanzen und Personal am Luks, auf Anfrage mit. «Ein Grossteil, gut 70 Prozent, ist erledigt. Bei einem normalen Geschäftsgang liegt der Wert bei rund 90 Prozent», sagt Schmid. Die noch bestehenden Pendenzen würden im laufenden Jahr aufgearbeitet. «Weder für die Patienten noch für das Unternehmen hat das finanzielle Auswirkungen.»

St. Anna: Umfang der Rückstände «gering»

In der Hirslanden Klinik St. Anna in Luzern ist es nur vereinzelt zu Rückständen gekommen, wie Marco Zettel, Leiter Finanzen der Hirslanden Klinik St. Anna, sagt. «Der Umfang dieser Rückstände ist so gering, dass er auf Seite der Versicherer kaum spürbare Effekte gehabt haben dürfte.» Der Tarmed-Eingriff des Bundesrates sei auch für die Klinik St. Anna eine grosse Herausforderung gewesen, betont Zettel. Im Gegensatz zum Luks musste sich das St. Anna im vergangenen Jahr nicht der Herausforderung eines neuen IT-Systems stellen.