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Seit Jahren drehen sich die Neubaupläne für ein Luzerner Kinderspital im Kreis

Der Bau ist mittlerweile 48 Jahre alt, die Immobilie unterdessen etwas marod. Bemängelt werden die Bausubstanz, die Hellhörigkeit und die beengenden Platzverhältnisse. Heute werden nun die ersten Schritte für einen Neubau kommuniziert – nicht zum ersten Mal.
Yasmin Kunz
Das Luzerner Kinderspital. (Bild: Yasmin Kunz, 13. Februar 2019)

Das Luzerner Kinderspital. (Bild: Yasmin Kunz, 13. Februar 2019)

Am Mittwoch informierte das Luzerner Kantonsspital über die Neubaupläne für das Kinderspital, welches Kinder aus der ganzen Zentralschweiz behandelt. Dass das bestehende Kinderspital neu gebaut werden musste, hat schon alt Regierungsrat Markus Dürr (CVP) eingesehen. Bis auf kleine Sanierungen ist allerdings zwischenzeitlich nichts passiert. Denn die Planung der neuen Kinderklinik dreht sich seit Jahren im Kreis.

  • Winter 2001: Die damaligen Zentralschweizer Gesundheitsdirektoren sind sich einig: Ein gemeinsames Kinderspital «passt gut in die politische Landschaft» und man sei entschlossen, «alles zu unternehmen, damit in der Zentralschweiz eine vertiefte Zusammenarbeit gepflegt wird». Keine zwei Jahre später lösen sich die Pläne allerdings in Luft auf: Zug, Schwyz, Uri, Ob- und Nidwalden können sich nicht zur Beteiligung an der Trägerschaft durchringen. Die Luzerner Regierung sistiert die Planung für einen 80-MIllionnen-Franken-Bau.
  • Sommer 2003: Eine Mini-Sanierung für 5,53 Millionen Franken wird gestartet. Im Kinderspital werden Lifte ersetzt, der Operationssaal wird erneuert, die Überwachung der Frühgeborenen verbessert, Feuerschutz und Erdbebensicherheit erneuert. In Sachen Erdbeben hatte der Bau von 1971 schon 1991 eine Sanierung erfahren. Der damalige Chefarzt Pädiatrie, Gregor Schubiger, machte schon 2003 klar, dass die 5,53 Millionen lediglich reichten für die «Überbrückungsmassnahmen, damit das Spital überhaupt weiterbetrieben werden kann.»
  • Herbst 2003: Das Luzerner Parlament beauftragt die Luzerner Regierung, das Kinderspital zu sanieren. Damals, als die Spitalimmobilie noch dem Kanton gehörte, hat CVP-Kantonsrätin Elisabeth Schubiger (Ehefrau des Pädiatrie-Chefarztes) ein Postulat eingereicht für umgehende weitere Planungsschritte. Bemängelt wird im Vorstoss der Bau an sich, die Funktion der Immobilie und die Räumlichkeiten. Das Postulat wird erheblich erklärt – entgegen der Regierungshaltung. Die Regierung macht für ihr Nein finanzielle Gründe geltend.
  • Frühjahr 2005: Zwei Jahre später schätzt die Regierung die Lage anders ein. Im Planungsbericht «über die Gesundheitsversorgung im Kanton Luzern» vom März 2005 heisst es: «Der Bedarfsnachweis für einen Erweiterungsbau ist seit längeren erbracht» und weiter heisst es: «Planungsschritte sind notwendig. Die Planung muss unmittelbar nach dem Beschluss erfolgen; die Umsetzung in den nächsten zwei bis fünf Jahren.»
  • Sommer 2007: Die Rede ist von einem Investitionsstau bei den Luzerner Spitälern. Das Gesundheitsdepartement unter der Leitung von Regierungsrat Markus Dürr (CVP) macht geltend, dass in den nächsten Jahren mindestens 128 Millionen Franken investiert werden müssten, nur so könnten die Spitäler eine gute Gesundheitsversorgung leisten. Als sanierungsbedürftig eingestuft wurden das Spital Wolhusen, das Kinderspital sowie die Notfall- und Intensivpflegestation am Spitalzentrum.
  • 2008: Der Architekturwettbewerb für das neue Kinderspital wird ausgeschrieben.
  • Winter 2009: Der Kantonsrat bewilligt mit 108:1 Stimmen einen Projektierungskredit fürs Spitalzentrum in der Höhe von 18,5 Millionen Franken.
  • 2010: Die Zürcher Webereinhardt Generalplaner AG hat den Wettbewerb für Das Kinderspital-Neubauprojekt gewonnen.
  • Visualisierungen des Wettbewerbes vom Kinderspital Luzern. (PD: Visus webereinhardt Generalplaner AG)

    Visualisierungen des Wettbewerbes vom Kinderspital Luzern. (PD: Visus webereinhardt Generalplaner AG)

    Visualisierungen des Wettbewerbes vom Kinderspital Luzern. (PD: Visus webereinhardt Generalplaner AG)

    Visualisierungen des Wettbewerbes vom Kinderspital Luzern. (PD: Visus webereinhardt Generalplaner AG)

  • 2012: Das Architekten erhalten eine Absage aus Luzern, nachdem sie schon zwei Jahre mit dem Projekt beschäftigt waren und Planungskosten von 200'000 Franken hatten. Der Kanton zahlte eine Abfindungssumme von 250'000 Franken.
  • Winter 2015/16: Spitaldirektor Benno Fuchs informiert die Mitarbeiter des grössten Zentralschweizer Unternehmens, dass sich der Neubau des Kinderspitals erneut verzögert. Anstatt wie bis anhin kommuniziert 2020, könne das neue Kispi frühestens 2025 oder gar erst 2030 realisiert werden.

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