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Luzerner Kriminalgericht: 18 Monate für Einbrecher

Ein 42-Jähriger wurde zu eineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Der arbeitslose Familienvater beging mehrere Einbrüche und ihm wurden weitere Delikte vorgeworfen.
Kilian Küttel

Das Luzerner Kriminalgericht verurteilt einen 42-Jährigen im abgekürzten Verfahren zu eineinhalb Jahren Gefängnis. Der Serbe war zwischen Februar 2017 und Mai 2018 in vier Häuser eingebrochen. Bei drei Einbrüchen stahl er Schmuck oder Bargeld. Einmal fand er nichts Brauchbares, was am angerichteten Sachschaden natürlich nichts änderte. Um in die Wohnung einzusteigen, hatte er die Balkontüre aufgebrochen. Laut der Luzerner Staatsanwaltschaft beläuft sich die Deliktsumme auf 29 058 Franken.

Nebst Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch wurde dem arbeitslosen Familienvater auch Fälschung von Ausweisen vorgeworfen. So hatte er sich in Serbien einen unechten Führerschein besorgt. Er flog auf, als er im zürcherischen Effretikon in eine Polizeikontrolle kam. Nebst der unbedingten Freiheitsstrafe sprachen die Luzerner Richter einen Landesverweis von sechs Jahren gegen den Mann aus. Und: Die Allianz-Versicherung verlangt auf dem Zivilweg knapp 19 573 Franken vom Verurteilten.

Delikte in Zürich, Untersuchung in Luzern

Ungewöhnlich an diesem Urteil ist die Zuständigkeit der Luzerner Justiz. Eingebrochen war der Serbe nämlich ausschliesslich in Zürcher Gemeinden – in Dällikon, Dietikon, Adlikon und Mönchaltorf. Dazu sagt Christian Renggli, der Sprecher der Luzerner Gerichte: «Die Untersuchung ist Sache jenes Kantons, in dem das schwerste Delikt passiert ist oder die ersten Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind.» Dies gelte auch, wenn nur ein Verdacht bestehe. In diesem Fall habe sich der Verdacht nicht erhärtet, dennoch hat sich die Luzerner Justiz dem Fall angenommen. Denn, so Renggli: «Auch wenn sich ein Verdacht als haltlos erweist, geht das Dossier nicht an einen anderen Kanton zurück, sobald die Untersuchung aufgenommen wurde.»

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